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Fulda |
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Ortsverband des DJV Landesverband Hessen e.V.
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Termine |
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FULDA |
Keine Termine. |
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Ortsverbandsvorsitzender |
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Martin
Angelstein |
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Neuenberger Straße 23
36041 Fulda
Telefon: 0661 / 75145
Mobil: 0171 / 8151800
Fax: 0661 / 70222
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Stellvertreter |
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Rainer Linden
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36341 Lauterbach
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Bildrechte und absolute Personen der Zeitgeschichte
– Infoabend zum Medienrecht
16.11.2011 FULDA. Dürfen Fotos einer Kindergartengruppe bei der Brandschutzerziehung ohne Einwilligung der Erziehungsberechtigten veröffentlicht werden? Muss die Lkw-Plane mit dem Firmenlogo beim Unfallbericht verpixelt werden? Sich bei diesen und ähnlichen Fragen unsicher zu sein und gar etwas falsch zu machen, kann für Journalisten teuer werden. Und die Gesetzgebung ist keineswegs immer logisch oder leicht nachvollziehbar. Um eventuelle Regressforderungen oder Prozessen zu verhindern, hatte der DJV Ortsverein Fulda den in Medienrecht versierten Anwalt Gernot Hillenbrand zu einem Informationsabend über „offene Rechtsfragen“ eingeladen. Sein Fazit nach zweistündigem Vortrag und intensiver Diskussion: „Fragen Sie sich im Zweifelsfall, ob Sie selbst öffentlich so dargestellt werden wollten – dann liegen Sie meistens richtig!“
Prinzipiell gilt, dass jeder Mensch darüber bestimmen darf, ob und in welchem Zusammenhang Bilder von ihm veröffentlicht werden. Das sogenannte Kunsturheberrechtsgesetz vom 9. Januar 1907 stellt die Rechtsgrundlage für das „Recht am eigenen Bild“ dar. Von Bedeutung in der alltäglichen journalistischen Arbeit sind dabei vor allem die Paragraphen 22, 23 und 24. Paragraph 22 bestimmt, dass Bildnisse nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden dürfen. „Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, dass er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt.“
Wer ist eine "Person der Zeitgeschichte"?
Im Paragraph 23 wird aufgezählt, welche Bilder auch ohne die erforderliche Einwilligung verbreitet werden dürfen. Dazu gehören: „Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte; Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk erscheinen; Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen; Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.“ Paragraph 24 betrifft die Zulässigkeit von Fahndungsfotos und besagt, dass Bildnisse „zum Zwecke der Rechtspflege und der öffentlichen Sicherheit“ ohne Einwilligung des Abgebildeten öffentlich gemacht werden dürfen.
Was die Bereiche der Personen aus der Zeitgeschichte angeht, so gibt es seit 2004 eine Unterscheidung zwischen relativen und absoluten Personen. Die Differenzierung war Resultat des sogenannten „Caroline-Urteils“, was gefällt wurde, da Prinzessin Caroline von Hannover keine öffentlichen Einblicke in ihre Privatleben zulassen wollte. Nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs von 1995 gilt eine Person als absolut, wenn Bilder über sie ein gerechtfertigtes, öffentliches Interesse erhalten. Somit kann diese Person abgebildet werden.
Besonders die Abbildung von Kindern oder Jugendlichen hat es in sich: Denn ohne eine Einwilligung der Erziehungsberechtigten bewegt man sich schon außerhalb der juristischen Grauzone. Die gesetzlichen Rahmenbestimmungen regeln klar, dass für Kinder unter vierzehn allein die Erziehungsberechtigten und ab dem vierzehnten Lebensjahr mit dem Jugendlichen gemeinsam eine Einwilligung zur Abbildung gegeben werden muss. Der Urheber hat dabei sicherzustellen, dass es sich tatsächlich um den Elternteil bzw. Vormund handelt. Lehrer, Tante oder Chorleiter können keine wirksame Einwilligung geben.

Nummernschilder und Firmenlogos "verpixeln"
Im Falle einer Abbildung von Fahrzeugen zum Beispiel nach Unfällen gilt: Mögliche Hinweise auf die Identität sind unkenntlich zu machen. Nummernschilder, Schriftzüge, nicht alltägliche Muster, Farben o.ä., selbst Hosenbeine können auf den Besitzer Rückschlüsse zulassen.
Grundsätzlich hängt es im Einzelfall vom Streitbild ab, man sollte daher eine strittige Abbildung im eigenen Interesse vor Veröffentlichung prüfen.
Es war auf jeden Fall ein sehr interessanter und hintergründiger Abend, auch wenn die Ausgangsbasis je nach Status der teilnehmenden Journalisten (festangestellt oder frei) unterschiedlich ist. Urheberrecht, Bildrechte oder gar das weite Feld der GEMA sind so umfangreich, dass man eine ganze Seminarreihe daraus machen könnte. Vor allem die Betreiber etwa von online-Portalen müssen ganz besonders intensiv eingereichte Bilder nach dem Ursprung und Inhaber der Rechte forschen, das gilt aber nicht minder auch für Musik etwa beim Einsatz in Filmen oder Videoberichten. Es hat sich bei diesem Abend als hilfreich erwiesen, bereits im Vorfeld dem Anwalt Fragen vorzulegen, damit er die juristisch korrekten Antworten besser vorbereiten konnte. (ba/am/ma).
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Mehr Stammtische und Gäste - Knapp 80 Mitglieder im Ortsverband
05.05.2011 FULDA. Der Ortsverband Fulda des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) in Hessen will seine Arbeit in diesem Jahr intensivieren. Das ist auch der Wunsch vieler Mitglieder, die zur Jahreshauptversammlung ins Kolpinghaus Fulda gekommen waren. Im Mittelpunkt der knapp 80-minütigen Versammlung standen Personalentscheidungen und Berichte von Mitgliedern aus osthessischen Medienbetrieben. Weiterhin wurde der im November 2010 plötzlich verstorbenen Schriftführerin Gabriele Weigand-Angelstein (57) gedacht.
Die Wahlen selbst verliefen recht zügig. Martin Angelstein bleibt – wie schon seit über zehn Jahren – Vorsitzender des Ortsverbandes neben seinem Amt als Stellvertretender Landesvorsitzender. Besonders letztes Ehrenamt bedeutet übers Jahr gesehen eine enorme Belastung, denn neben den Vorstandssitzungen in Wiesbaden und Stellvertreter-Funktion für den DJV Hessen auf Verbandestagen anderer Landesverbände fällt auch viele Arbeit in der Redaktion der Mitgliederzeitschrift „blickpunkt“ oder im Vorbereitungsteam der Landesverbände für den alljährlichen „Süddeutschen Journalistentag“ an.
Neuer stellvertretender Ortsvorsitzender – diese Stelle war seit zwei Jahren vakant – ist der Lauterbacher Radiojournalist Rainer Linden. Er war früher bereits für mehrere Jahre auch Vorsitzender des OV Fulda. Neue Gesichter im Vorstand sind die zwei Besitzer: Hans-Hubertus Braune (Niederaula/ medienkontor fulda) und Christian P. Stadtfeld (Neuhof / Student der Kommunikationswissenschaft in Bamberg). Weiterhin gewählt wurden Delegierte für die hessischen DJV-Verbandstage und Vertreter in einzelnen Fachausschüssen.
Im Verlauf des Jahres – so die Tendenz der Anwesenden – sollte es auch wieder regelmässig Stammtische und Treffen mit interessenten Gästen geben. Immerhin gehören dem Ortsverband Fulda inzwischen knapp 80 Mitglieder an – er ist damit nicht mehr der kleine Ortsverband in Hessen (ma). +++
Abschied von einer großartigen Journalistin und Frau:
zum Tod von Gabriele Weigand-Angelstein (57) in Fulda
18.11.2010 FULDA. Sie mochte nicht, wenn jemand sie Gabi nannte. Die verniedlichte Form ihres Vornamens passte auch nicht zu ihr – sie war respektabel – eine gestandene Frau und hochprofessionelle Journalistin, die ihr Handwerk von der Pike auf gelernt hatte. In der Nacht zum Samstag (13.11.2010) ist Gabriele Weigand-Angelstein mit 57 Jahren in Fulda plötzlich gestorben – für ihre Familie und die Mitglieder in der Redaktion von "osthessen-news.de" und der medienkontor fulda GbR völlig unerwartet, bestürzend und unfassbar. "Für uns alle ist es noch völlig unvorstellbar, dass sie ihren Platz am Schreibtisch, in der Redaktion und im Leben ihrer Familie und unter uns Kollegen für immer verlassen haben soll. Ihr Temperament und ihr lautes Lachen waren ansteckend und konnten die Wände wackeln lassen. Mit Kummer, aber auch in großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von einer starken Frau. Wir vermissen Gabriele und werden sie nicht vergessen" heißt es wörtlich in einem Nachruf, den der von ihr - mit Ehemann Martin Angelstein - geleitete Medienbetrieb in Fulda veröffentlichte. Auch die "Fuldaer Zeitung" würdigte die 57-Jährige als "leidenschaftliche und kritische Journalistin" ( http://www.fuldaerzeitung.de/nachrichten/fulda_und_region/Fulda-Region-Nachruf-Eine-leidenschaftliche-und-kritische-Journalistin;art25,360565 ).
Die Verstorbene hat als gelernte Rechtsanwalts- und Notarsgehilfin zusätzlich ein Volontariat bei der "Fuldaer Volkszeitung" Anfang der Siebziger Jahre gemacht, wo sie auch ihrem späteren Mann Martin Angelstein begegnete und als Familie zwei Töchter aufzog. Ab Mitte der Siebziger Jahre war sie über 30 Jahre lang beim Hessischen Rundfunk die Osthessen-Korrespondentin für die Regionalnachrichten, lernte „Beiträge zu bauen“ und schrieb regelmäßig für Nachrichtenagenturen wie Associated Press oder die Frankfurter Rundschau.
Gabriele Weigand-Angelstein war fast 40 Jahre lang Mitglied im DJV Hessen, zuletzt mehr als zehn Jahre auch aktiv im Vorstand des Ortsverbandes Fulda. Viele Initiativen und Ideen gehen auf sie zurück - im Hintergrund erfolgreich zu sein, war ihr wichtiger als eine "Frontfrau" zu sein. Neue Techniken und die Möglichkeiten des Internets begeisterten sie und wurden auch genutzt. Nicht zuletzt leistete sie auch wichtige Arbeit für die Aktualität dieser Webseite des DJV Hessen. Immer auf der Suche nach neuen Entwicklungen für den Journalismus, besuchte sie vor wenigen Wochen noch den Fachkongress "bessere online 2010" in München.
Der Vorstand des DJV Hessen trauert mit der Familie sowie Kolleginnen und Kollegen um eine großartige Journalistin und Persönlichkeit. + + +
"Von Putin-Kritik & Kontrollschuss in Kopf" - Lesung zu Anna Politkowskaja
20.03.2007 FULDA. Am 7. Oktober 2006 wurde Anna Politkowskaja in Moskau erschossen. Ein letzter „Kontrollschuss“ in den Kopf stellte sicher, dass die Putin-Kritikerin für immer schweigt. In Gedenken an die russische Journalistin kamen gestern Abend rund 50 Zuhörer zu einer Lesung in die Landesbibliothek nach Fulda. Die Peter-Weiss-Stiftung hatte zu weltweiten Lesungen aus den Werken Politkowskaja aufgerufen. Am gestrigen "zweiten Jahrestag der politischen Lüge" sollten so ihre kritischen Worte vor allem zum Krieg in Tschetschenien wieder gehör finden. Unter der Schirmherrschaft der Hochschule Fulda und mit Unterstützung des Ortsverbandes Fulda des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) lasen Journalisten und Lehrende sowie Vertreter von Amnesty International, Uno und Attac aus Politkowskajas Büchern.
"Anna Politkowskaja beschrieb in ihren Reportagen die Katastrophe des zweiten Tschetschenienkrieges und den Kriegsalltag nach ihm, der mit fadenscheinigen Begründungen begonnen und äußerst brutal durchgeführt wurde“, sagte Ulrich Schreiber, Vorstand der Peter-Weiss-Stiftung im Vorfeld der Veranstaltung. „Ihre Texte schildern Folterszenen, rekonstruieren kaltblütige Morde, prangern den Zynismus von Bürokraten an, schildern das Leid und die Verzweiflung der Zivilbevölkerung, die zwischen Armee und Rebellen aufgerieben wird und geben ein beklemmendes Bild vom Klima der staatlich geschürten Angst und Repression in Russland.“
Wie schlecht es um die Pressefreiheit in „Putins Russland“ bestellt ist, zeigt eine Rangliste der Pressefreiheit. In der Auflistung der Menschenrechtsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ für das Jahr 2006 liegt Russland auf Platz 147.
Bis heute ist der Mord an Anna Politkowskaja nicht aufgeklärt. „Reporter ohne Grenzen“ versucht durch eine Petition eine unabhängige Untersuchung zu erreichen. Weitere Informationen dazu finden sich unter: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/index.php?id=178. (dk) +++
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