Landesverband Hessen e.V. des Deutschen Journalisten-Verbandes

 

 

Botschaften muss man sehen können

18.09.2008 ERFURT.  Der Berliner Pressefotograf Bernd Lammel sprach am 18. September im Foyer des Thüringer Landtages in Erfurt mit Mitarbeitern von Pressestellen. Eingeladen hatten dazu die DJV-Landesverbände Thüringen und Hessen als Ausrichter des Wettbewerbs "PresseFoto Hessen Thüringen", dessen ausgezeichneten Beiträge in dem Foyer das rechte Ambiente boten.

Im Gesprächsfokus standen die Erwartungen der Redaktionen an ein gutes Pressefoto, die sich von zumeist doch Amateurfotografen in Pressestellen nur schwerlich erfüllen lassen. Da haben Abbildungen von Parteitagspräsidien oder krampfhaft lächelnden und gleichsam händeschüttelnden Personen kaum Chancen zur Publikation - am wenigsten die auch in der Produktwerbung nicht immer erfolgreich inszenierten Bilder. Wenn da Nichtssagendes aus Gründen der Sparsamkeit für 400 Euro - pro Bild natürlich - in das Programm einer Agentur zum unentgeltlichen Abruf für Redaktionen gestellt wird, stellt sich die Frage nach der Effizienz. Mit den Kosten ließe sich ein guter Pressefotograf reichlich honorieren.

Zumal: Der gelernte Fotograf vermag Botschaften der Objekte durch sein Auge zu sehen und mit der Kamera festzuhalten. Hinzu kommt, dass der Eindruck eines Bildes in tausendstel Sekunden wahrgenommen wird, eben auch Nichtssagendes. Lammels Botschaft an die Mitarbeiter der Pressestellen, in Fotojournalisten hilfreiche und effizient handelnde Partner zu sehen. (Ulrich Oertel). +++