|
[ Ehrenmitglieder ]
HANS
HARTMANN, Ehrenmitglied des hjv seit 1990, stammt
aus Fulda, wo er am 27. Mai 1927 geboren wurde.
Unmittelbar nach dem Abitur begann er seine Mitarbeit
bei der "Fuldaer Volkszeitung" (VZ). Bald erhielt er
eine Anstellung bei der Nachrichtenagentur DENA, eine
Vorläuferin der dpa. Von Januar 1949 an übernahm er die
Vertretung der amerikanischen Agentur UP für Fulda und
den osthessischen Raum. 1951 kehrte er zur dpa zurück,
wenig später als Redakteur zur VZ.
1953 wechselte
er in die Hessenredaktion der "Frankfurter Rundschau".
Die längste Zeit aber wirkte er beim "Wiesbadener
Kurier", wo er zuletzt bis zum Eintritt in den Ruhestand
als Gerichtsberichterstatter tätig war. Mit den so
erworbenen umfangreichen Erfahrungen mit dem
Journalismus in Hessen lag es für ihn nahe, sich über
die nominelle Mitgliedschaft im Verband hinaus zu
engagieren. Lange Zeit stand er dem Ortsverband
Wiesbaden vor, dem noch heute zweitgrößten im hjv. Damit
war er auch Mitglied im Erweiterten Vorstand.
Viele Jahre
organisierte er den Wiesbadener Journalistenstammtisch,
die "Donnerstagsrunde" und konnte dabei unzählige
illustre Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur
begrüßen, Minister ebenso wie Karnevalspräsidenten. Auf
den Verbandstagen, sei es auf Landes- wie auf
Bundesebene, fehlte er nie. Er war keiner, der große
Reden hielt, sondern mehr moderierend aus dem
Hintergrund heraus tätig wurde, wohl aber nachdrücklich
seiner Meinung äußerte, wenn es erforderlich war, zumal
wenn es ums Sparen ging. Er gehört zu dem kleinen Stamm
von hjv-Aktivisten, die über lange Strecken die
Verbandspolitik mitgestalteten und darüber hinaus nicht
zu praxisfernen Funktionären wurden.
Hans Hartmann
ist noch heute aktiver Journalist und schreibt
unverändert gerne: gleich, ob für den "Wiesbadener
Kurier" regelmäßig über Wein-Events oder zur
Karnevalszeit über Kappen-Sitzungen.
(Quelle: ma und Festschrift 50
Jahre "hjv" ).
WOLFGANG
SCHEER, geboren am 27. Mai 1929 in Frankfurt/Main,
ist seit 01. Oktober 1949 Mitglied im hjv/DJV und wurde
am 12. August 2000 zum Ehrenmitglied ernannt. Zu seinen
Ehrenämtern gehört die langjährige Tätigkeit als
hjv-Schatzmeister (1979 bis 1995), daran anschließend
die vierjährige Mitarbeit als Besitzer im
hjv-Landesvorstand sowie von 1988 bis zum Frühjahr 2001
der Vorsitz der Fachgruppe "Tageszeitung". Besonders
geprägt hat er den ehemaligen Ortsverband Wetzlar und
späteren Bezirksverband Lahn-Dill zwischen 1966 und 1991
sowie 1997 bis Mai 2001.
Tageszeitungs-Ausschuss ehrte
Wolfgang Scheer
Mit Dank, Anerkennung und
Beifall verabschiedete der DJV-Bundesfachausschuss
Tageszeitungen Anfang November 2000 in Lübeck sein
langjähriges hessisches Mitglied Wolfgang Scheer. Der
inzwischen 72-jährige ehemalige Redakteur der Wetzlarer
Neuen Zeitung - der dort auch im August 1948 seine
journalistische Arbeit als "Volontär" begann - gehörte
dem Tageszeitungs-Ausschuss seit August 1988 an. In
diesem Gremium - das den Gesamtvorstand vor allem in
tarifpolitischen und den Bundesvorstand in
tageszeitungsrelevanten Fragen berät - vertrat er fast
13 Jahre den Hessischen Journalistenverband, dessen
Ehrenmitglied er auch ist.
Ausschuss-Vorsitzender Günter
Weislogel (Lohr am Main) würdigte Scheer, der
zwischendurch auch als Chef vom Dienst gearbeitet hatte,
als einen besonnenen, zurückhaltenden, zuverlässigen und
zielsicheren Repräsentanten der hessischen
Tageszeitungsredakteure. Wenn überhaupt, habe Scheer
allenfalls in der Faschingszeit gefehlt. Denn Karneval,
Wetzlar und Scheers Reime und Büttenreden gehörten
offensichtlich untrennbar zusammen.
Weil Wolfgang Scheer gerne und
mit Vorliebe Bauwerke fotografiert, erhielt er als
Abschiedsgeschenk des DJV einen Bildband von Dresden
überreicht. Pensionär Scheer hat aber seine Arbeit für
den DJV noch keineswegs eingestellt. Beim anschließenden
Verbandstag 2001 in Lübeck bestätigten ihn die
Delegierten einmütig in seinem Amt als Kassenprüfer.
Scheers Mandat im
Tageszeitungs-Ausschuss wird künftig von Thorsten Becker
(Hanauer Anzeiger) wahrgenommen, der sich sofort
engagierte und auch der Arbeitsgruppe beitrat, die den
Tageszeitungs-Kongress “Qualität vom Anspruch bis zum
Andruck” am 20. und 21. April 2002 in Würzburg
vorbereitet.
(Autor: Günter Weislogel)
HANS
- JOACHIM ("Hajo") FRIEDRICH,
Ehrenmitglied des hjv seit dem 2. September 1989, wurde
am 17. Juli 1921 in Altgrottkau (Schlesien) geboren.
Bereits mit 17 Jahren war er als freier Mitarbeiter für
die "Schlesische Landespost" und das "Neisser Tageblatt"
tätig. Zum hauptberuflichen Journalismus kam er erst auf
Umwegen. Zunächst musste er zehn Jahre im Krieg und in
Gefangenschaft verbringen, bis er 1949 nach Alfeld/Leine
entlassen wurde. Dort war er in einer Papierfabrik tätig
und absolvierte gleichzeitig trotz Tag- und Nachtschicht
ein zweijähriges Fernstudium in Journalistik und
Schriftstellerei.
Zehn Jahre war er danach in
den Verwaltungen eines Privatunternehmers und des
Versorgungsamtes in Gießen beschäftigt, bis er 1961 beim
"Gießener Anzeiger" als Redakteur angestellt wurde und
nacheinander für Sonderseiten, Politik und Lokales
zuständig war. Mehr als zwanzig Jahre war er dann
Ressortleiter und Redaktionsleiter beim "Kreis-Anzeiger"
für Wetterau und Vogelsberg. Ab 1986 arbeitete er wieder
frei beim "Gießener Anzeiger" und diverse soziale
Institutionen, hält auch Vorträge über sozialpolitische
Themen. Sein Hobby seit vierzig Jahren ist die
Astrologie.
Dem hjv trat Friedrich, der von Freunden auch liebevoll
"Fidi" genannt wird, bald nach der Aufnahme seiner
hauptberuflichen Tätigkeit bei. Vom Januar 1975 bis 1999
- also für 24 Jahre - war er Erster Vorsitzender des
Ortsverbandes Gießen und damit Mitglied des Erweiterten
Landesvorstandes. Kaum einer hat einen so breiten
Erfahrungsschatz in und außerhalb des Journalismus.
Zu seinem 80. Geburtstag im
Juli 2001 gab es eine große Gratulationsfeier, über die
auf der Seite des Ortsverbandes Gießen berichtet wurde.
Zu erreichen über ( www.angelstein-tv.de/hjvbackup/nachrichten_giessen_010717.html
)
(Quelle: OV und Festschrift "50 Jahre hjv").
GEORG
BORUFKA, geboren am 14.
November 1933 in Leitmeritz/Elbe, begann im Juni 1958
als Volontär in der Bezirksredaktion der "Frankfurter
Neuen Presse". Anfang der Sechziger Jahre war er dann
vier Jahre bei den "Nürnberger Nachrichten", bevor er
1965 nach Frankfurt zurückkehrte und dann bis zu seinem
Ruhestand mehr als 35 Jahre lang als Redakteur beim
Regionalfernsehen des Hessischen Rundfunks - in der
"Hessenschau" - arbeitete. Als "der mit der Pfeife" ist
er nicht nur bei Fernsehkollegen bis heute unvergessen.
Seinem
Engagement für den hjv u.a. als Ortsverbandsvorsitzender
von Frankfurt oder die Redaktionsleitung der
Mitgliederzeitschrift "hjv im blickpunkt" setzte eine
schwere Erkrankung Ende 2000 ein Ende. Der Hessische
Journalistenverband beschloss auf dem Verbandstag im
Juni 2001 in Wiesbaden seine Ernennung zum
Ehrenmitglied.

Ein "Vollblut-Gewerkschafter" und Hörfunk-Reformer - "Fri-Fra" Sackenheim (84 † )
FRIEDRICH FRANZ ("Fri-Fra") SACKENHEIM. Der langjährige Chefredakteur und stellvertretende Programmdirektor des hr-Hörfunks, FRIEDRICH FRANZ ("Fri-Fra") SACKENHEIM, ist am 29. Januar 2011 im Alter von 84 Jahren in Berlin gestorben. Der Hessische Rundfunk schulde ihm Dank und Anerkennung für seine Verdienste, heißt es in einer ersten Erklärung des Senders. Sackenheim war über 60 Jahre Mitglied des Hessischen Journalistenverbandes und des Deutschen Journalistenverbandes (DJV). Für sein Engagement um die gewerkschaftliche Arbeit und den Journalismus wurde er im November 1995 zum Ehrenmitglied des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) und des Hessischen Journalistenverbandes (hjv) am 12. Juli 1997 ernannt worden.
Der Vorsitzende des DJV-Landesverbandes Hessen, Hans-Ulrich Heuser, bezeichneten Sackenheim heute als "Vollblut-Gewerkschafter", weil er auch als hr-Chefredakteur immer die Probleme der Kollegen im Auge hatte. In mehr als fünf Jahrzehnten habe sich der Verstorbene für die beruflich-sozialen Belange im Journalismus eingesetzt. Besonders für den beruflichen Nachwuchs sei der Tod von "Fri-Fra" ein "schmerzlicher Verlust".
Sackenheim war 1926 in Frankfurt am Main geboren und begann nach der Kriegsgefangenschaft 1946 eine freie Mitarbeit bei Jugendzeitschriften und dem Rundfunk, wurde danach Zeitungsvolontär und Redakteur in Berlin, um dann eine 34-jährige Karriere in seiner Heimatstadt beim "hr" zu starten: zuerst als Redakteur und Chef vom Dienst bei der Hessenrundschau, später als Abteilungsleiter für die Hessenrundschau und die Nachrichtenabteilung. Von 1962 bis 1971 war er stellvertretender Chefredakteur und Leiter Nachrichten und von 1971 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1991 Chefredakteur und Vertreter des Programmdirektors Hörfunk.
Als "politischer Kopf" leitete Sackenheim seine Hauptabteilung (Nachrichten, Politik, Wirtschaft, Sport) mit grossem Engagement. Er kümmerte sich um eine angemessene Vertretung des hr im weltweiten ARD-Korrespondentennetz und pflegte die Kontakte zur Politik in Wiesbaden und Bonn. Bundesweit bekannt war er auch als entschiedener Streiter für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Schön früh hatte sich Sackenheim um die sozialen und beruflichen Belange der Journalistenkollegen gekümmert. Eintritt in den hjv/DJV am 01. Oktober 1949. Dem Vorstand des Hessischen Journalistenverbandes (hjv) gehörte er von 1963 bis 1981 an und übernahm 1981 auch den Vorsitz im Bundesfachausschuss "Rundfunk". In dieser Funktion verteidigte er zäh bei aller Kritik im Einzelnen die dominierende Funktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehsystems. Mit seinen Warnungen vor den Gefahren des Privatfernsehens hat er nur allzu recht bekommen. Im Bundesvorstand des DJV wirkte Sackenheim von 1981 bis 1985 mit. Zu den zahlreichen journalistischen Engagements gehörte auch seine Mitarbeit von 1976 bis 1981 als Mitglied des Deutschen Presserates. Auch wenn er zuletzt gesundheitlich nicht immer fit war, so unternahm er doch viele Anstrengungen, um bei großen Veranstaltungen oder den Landes- und Bundesverbandstagen immer dabei zu sein.
Er sei "ein Mann des Wortes mit Witz und Charme" schrieb die RHEIN-MAIN-ZEITUNG (FAZ) über "FriFra" anläßlich eines Empfangs im Frankfurter Römer mit der Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU). Sie würdigte aber nicht nur dessen Esprit, sondern sagte über den Sozialdemokraten: "Ich habe viel von ihm gelernt". Sackenheim war ungewöhnlich lange in der Frankfurter Kommunalpolitik aktiv: 33 Jahre als Stadtverordneter und Stadtrat. So war es nicht verwunderlich, dass der 75jährige in seiner Dankesrede denn auch Warnungen und Seitenhiebe austeilte. "Ohne den Standortfaktor Kultur wird die Stadt des Euros kalt und grau" mahnte der frühere Hörfunk-Chef des Hessischen Rundfunks vor einem knappen Jahrzehnt.
|