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Fachgruppe des DJV Landesverband Hessen e.V.
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Keine Termine.
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Fachgruppensprecher |
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Rolf Skrypzak
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Steinbinge 5
34212 Melsungen
Tel. 05661/924490
E-Mail zak@zak-online.com
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Stellvertreter/in |
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Anouschka Wasner
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Tarifabschluss für Zeitschriftenjournalisten
ab Januar 2012:
Tarifsystem bleibt stabil
Berlin, 4.11.2011 In der fünften Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften DJV und ver.di und dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger in Berlin für die rund 9.000 Redakteurinnen und Redakteure an Zeitschriften konnte in der Nacht zum heutigen Freitag das bestehende Tarifsystem mittelfristig stabilisiert werden. Die Zeitschriftenjournalisten erhalten 1,5 Prozent mehr Gehalt ab 1. Januar 2012. Außerdem wird mit dem Gehalt für den Februar 2013 eine Einmalzahlung in Höhe von 350 Euro fällig, für Volontäre 175 Euro. Darauf haben sich am heutigen Freitag in Berlin die Tarifkommissionen der Gewerkschaften DJV und ver.di und des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) nach über elfstündigen Verhandlungen verständigt. Der Tarifabschluss sieht darüber hinaus vor, dass der Manteltarifvertrag unverändert wieder in Kraft gesetzt wird. Er soll frühestens zum Jahresende 2013 kündbar sein. Die Laufzeit des Gehaltstarifvertrags soll bis 30. September 2013 dauern. Der Tarifvertrag zur Altersversorgung ist frühestens zum Ende des Jahres 2013 kündbar.
Die Tarifpartner vereinbarten darüber hinaus, mögliche Änderungen für Neueinsteiger im Tarifvertrag über die Altersversorgung in den kommenden Wochen zu verhandeln. Im Gespräch ist ein Modell, nach dem Jungredakteure und Arbeitgeber die Beiträge zur Presseversorgung je zur Hälfte bestreiten. Dieser Ansatz soll die bei Rentenmodellen zur Altersversorgung vorhandenen steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Vorteile nutzen. Unter dem Strich ergäben sich so für die Neueinsteiger bei den Leistungen der Presseversorgung keine Nachteile gegenüber ihren älteren Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen.
DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring bezeichnete das Ergebnis als „akzeptablen Kompromiss nach einer viel zu langen Hängepartie bei den Tarifverhandlungen“. Es sei gelungen, die Verlegerforderung zur Absenkung des Tarifniveaus abzuwehren und die Flächentarifverträge zu erhalten. Der Preis dafür sei eine nur moderate Gehaltsanhebung, sagte der DJV-Verhandlungsführer.
Mit der fünften Verhandlungsrunde setzten die Tarifparteien die Verhandlungen fort, die im April 2010 ergebnislos unterbrochen worden waren. Als Erklärungsfrist für das Verhandlungsergebnis wurde der 30. November vereinbart. +++
Tarifrunde Zeitschriften wird in Berlin fortgesetzt
BERLIN, 2.11.2011 Über anderthalb Jahre nach der letzten Tarifrunde für die rund 9.000 Redakteurinnen und Redakteure an Zeitschriften werden die Verhandlungen über neue Tarifverträge am morgigen Donnerstag in Berlin fortgeführt. Der Deutsche Journalisten-Verband geht in die Verhandlungsrunde mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) mit der Erwartung, den Manteltarifvertrag unverändert wieder in Kraft zu setzen und Gehälter und Honorare der Zeitschriftenjournalisten in Anlehnung an das vor kurzem erzielte Tarifergebnis für Tageszeitungsjournalisten zu erhöhen. "Das entspricht der aktuellen wirtschaftlichen Lage der Branche", erklärte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. Der Tarifabschluss für die Tageszeitungen vom August sieht Einmalzahlungen in den Jahren 2011 und 2013 sowie eine lineare Gehaltserhöhung im kommenden Jahr in Höhe von 1,5 Prozent vor. "Das sollte in der morgigen Tarifrunde mit den Zeitschriftenverlegern die Messlatte sein", sagte Döhring.
Die Tarifverhandlungen mit dem VDZ waren im April 2010 nach der vierten Verhandlungsrunde ergebnislos vertagt worden. Der VDZ hatte damals von DJV und ver.di materielle Zugeständnisse verlangt. Dazu waren die Gewerkschaften nicht bereit gewesen.
Die fünfte Verhandlungsrunde für die Zeitschriftenjournalisten findet statt am Donnerstag, 3. November 2011, 14.00 Uhr im Hilton Hotel Mohrenstr. 30, 10117 Berlin +++
Urabstimmung in hessischen Zeitungsredaktionen am 16. August
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 12. August 2011. Der Deutsche Journalistenverband (DJV), ruft
gemeinsam mit der dju in verdi die Redakteurinnen und Redakteure mehrerer hessischer
Zeitungshäuser am Dienstag, den 16. August zur Urabstimmung auf. Die Redakteurinnen und
Redakteure werden darüber entscheiden, ob es auch in Hessen zu unbefristeten
Arbeitsniederlegungen im Kampf für die Erhaltung ihrer Tarifverträge kommen soll. Trotz der seit
Monaten andauernden Verhandlungen steht nach wie vor die Forderung des Bundesverbandes
Deutscher Zeitungsverleger, die auf Verschlechterungen im GTV, für neu einzustellende
Redakteurinnen und Redakteure abzielen. Darüberhinaus muss sichergestellt sein, dass Betriebsrat
und/oder Gewerkschaften bei tatsächlich erforderlichen Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung
beteiligt werden.
Ungeachtet dessen haben die Verleger bisher nur ein völlig unzureichendes Gehaltsangebot
vorgelegt, das für dieses und das nächste Jahr jeweils nur Einmalzahlungen von 200 Euro und für
2013 eine lineare Erhöhung um magere 1,5 Prozent vorsieht. dju und DJV fordern eine Erhöhung in
diesem Jahr um vier Prozent. Ohnehin steht fest, dass die Gehälter der Redakteurinnen und
Redakteure in den letzten Jahren durch geringe Lohnsteigerungen und den Kaufkraftschwund
permanent gesunken sind.
Soweit sich in der Urabstimmung mehr als zwei Drittel der DJV-Mitglieder für einen Arbeitskampf
aussprechen, kann es auch in Hessen zu unbefristeten Streiks der Redakteurinnen und Redakteure
kommen. Im Juli hatten sich bereits die Zeitungsjournalisten in Baden-Württemberg, Bayern und
Nordrhein-Westfalen mit überwältigender Mehrheit für einen Streik entschieden.
Das Ergebnis der Urabstimmung in Hessen wird am 16. August gegen 16.00 Uhr erwartet. Die
Bekanntgabe ist im DGB-Haus in der Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77 in Frankfurt am Main.
Die nächste Verhandlungsrunde zwischen den Journalistengewerkschaften und dem
Zeitungsverlegerverband findet am 17. August in Hamburg statt.
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Eklat bei den Tarifverhandlungen:
Zeitungsverleger drückten sich
23.02.2011 KÖLN. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat sich am heutigen Mittwoch in Köln geweigert, in die vereinbarte vierte Runde der Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften DJV und ver.di einzutreten. In der Tarifrunde sollte über neue Tarifverträge für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen verhandelt werden. Aus Anlass der Verhandlungen taten über 60 Redakteurinnen und Redakteure aus mehreren Bundesländern im Verhandlungshotel ihren Unmut über die im Dezember vorgebrachten Tarifforderungen der Verleger kund. Auf dem Boden waren Plakate des DJV mit dem Slogan "Guten Journalismus nicht mit Füßen treten" ausgelegt. Die Verleger waren deshalb nicht bereit, in die Gespräche einzusteigen.
"Es ist völlig unverständlich, dass die Verleger mit dem Protest ihrer Mitarbeiter nicht umgehen können", kritisierte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. "Wer von den Redakteuren Einkommenseinbußen von rund 30 Prozent verlangt, wie der BDZV es am 8. Dezember gefordert hat, kann keinen Jubel erwarten." Döhring machte deutlich, dass es im Interesse der Verleger sei, schnellst möglich wieder an den Verhandlungstisch zurück zu kommen: "Die Proteste der Kolleginnen und Kollegen haben gerade erst begonnen."
Über die heutige Protestaktion in Köln informiert der DJV vom heutigen Nachmittag an auf seiner Homepage www.djv.de in der Rubrik "DJV-Kino". +++
Zeitungen und Zeitschriften:
"Zeichen stehen auf Arbeitskampf"
17.01.2011 KASSEL. Die Große Tarifkommission des Deutschen Journalisten-Verbands hat am heutigen Montag in Kassel die Vorbereitung von Arbeitskampfmaßnahmen bei Zeitungen und Zeitschriften beschlossen. Wenn in den Tarifverhandlungen mit Zeitungs- und Zeitschriftenverlegern keine Einigung möglich ist, soll so die Forderung des DJV nach fairen und zukunftsfähigen Flächentarifverträgen bei Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen durchgesetzt werden. Davon betroffen sind derzeit rund 14.000 Zeitungs- und 9.000 Zeitschriftenredakteurinnen und -redakteure in Deutschland. Außerdem sieht die Große Tarifkommission des DJV in Arbeitskampfmaßnahmen nach dem aktuellen Stand der Tarifverhandlungen die einzige Möglichkeit, die Forderungen der Zeitungsverleger nach massiven Einsparungen in den Tarifverträgen und nach einem neuen, um über 25 Prozent abgesenkten Tarifwerk für Berufseinsteiger zurückzuweisen. "Die Verleger planen die dauerhafte Abwertung des Journalistenberufs", kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Dafür stehen wir nicht zur Verfügung."
Zur Vorbereitung und Koordination von Arbeitskämpfen berief die Große Tarifkommission einen Zentralen Aktionsausschuss, dem sieben Zeitungsjournalisten aus mehreren Bundesländern angehören.
Zur Vorbereitung von Streiks setzt der DJV seine im Dezember 2010 begonnenen Maßnahmen zur Information und Mobilisierung der Redakteurinnen und Redakteure fort. Neben Tarifinformationen, der Berichterstattung in der DJV-Zeitschrift "journalist" und dem wöchentlichen Newsletter "DJV-news" kommt der DJV-Homepage www.djv.de dabei eine zentrale Bedeutung zu. Als Ansprechpartner stehen die DJV-Geschäftsstellen in Berlin und Bonn sowie in allen Landeshauptstädten zur Verfügung.
Die Tarifverhandlungen für die Zeitschriftenredakteure wurden bereits im April 2010 unterbrochen, nachdem der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger Abstriche vom Tarifniveau gefordert hatte. Die Verhandlungen mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger ruhen seit dem 8. Dezember 2010, weil die Verleger Einbußen im Volumen von 25 bis 30 Prozent verlangt hatten.
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DJV lädt zur Fachtagung "Prosa trifft Pixel" ein
30.06.2010 BERLIN. Der Deutsche Journalisten-Verband lädt zu einer gemeinsamen Fachtagung von Zeitschriften- und Bildjournalisten am 9./10. Oktober nach Magdeburg ein. Unter dem Motto "Prosa trifft Pixel" werden bis zu 150 Journalistinnen und Journalisten aus dem Zeitschriftenbereich und der Pressefotografie über neue Entwicklungen im Medienbereich, Chancen und Herausforderungen bei der journalistischen und visuellen Gestaltung von Zeitschriften und das Spannungsverhältnis zwischen Gratiskultur und Qualitätsjournalismus diskutieren. Inhaltlich vorbereitet wurde "Prosa trifft Pixel" durch die DJV-Fachausschüsse Zeitschriften und Bildjournalisten.
Einen Blick in die Zukunft wirft Andreas Vogel vom Wissenschaftlichen Institut für Presseforschung und Medienberatung in seinem Impulsreferat "Auf dem Weg in virtuelle Welten" am 9. Oktober. Die Bedeutung von intelligentem Journalismus im Zeitalter der Gratiskultur steht im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion am darauf folgenden Tag, an der bekannte Journalisten und Fotografen teilnehmen. An der Diskussionsrunde beteiligen sich unter anderem Anita Stockert von Focus online, Kai Winckler von der Neuen Post und Kai-Hinrich Renner vom Hamburger Abendblatt. Mehrere Workshops handeln von Zeitschriftenentwicklung, Fotorecht, Schleichwerbung und der Qualität von Pressefotos. Einer der Workshops wird eine so genannte Mappenshow zum Inhalt haben.
"Die Vernetzung der journalistischen Arbeit über die klassischen Mediengattungen hinweg schreitet immer weiter voran", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Dieser Entwicklung tragen wir mit der gemeinsamen Fachtagung von Fotografen und Zeitschriftenjournalisten Rechnung." Die DJV-Fachtagung "Prosa trifft Pixel" sollte ursprünglich Ende April stattfinden, musste jedoch aufgrund von Terminschwierigkeiten verschoben werden.
Das Programm ist auf der DJV-Homepage unter "Infothek" zu finden: http://www.djv.de/fileadmin/DJV/images/kongresse/Flyer%20Prosa%20trifft%20Pixel.pdf Anmeldungen zur DJV-Fachtagung "Prosa trifft Pixel" am 9./10. Oktober 2010 in Magdeburg nehmen ab sofort die DJV-Landesverbände bis 3. September entgegen. Die Teilnahme kostet 50 Euro, für DJV-Mitglieder 30 Euro. +++
12.000 Euro Preisgeld für Beiträge
über das „Kulturland Hessen“
Die Sparda-Bank Hessen lobt in Zusammenarbeit mit dem DJV Hessen
erneut den Hessischen Journalistenpreis aus
10.05.2010 FRANKFURT/M.
Ob bildende Kunst, Film und Medien, Architektur
und Baukunst, Literatur, Musik oder Theater – kaum ein Bundesland
glänzt durch eine so reiche Kulturvielfalt wie Hessen. Journalistische
Beiträge, die das Kulturgut in Hessen in den Fokus stellen, werden in
diesem Jahr im Wettbewerb um den Hessischen Journalistenpreis
gesucht. Unter dem Titel „Kulturland Hessen“ hat die Sparda-Bank
Hessen in Kooperation mit dem Hessischen Journalistenverband nun
zum fünften Mal den mit aktuell 12.000 Euro dotierten Preis ausgelobt.
Mit dem Hessischen Journalistenpreis sollen erneut Redakteurinnen
und Redakteure gewürdigt werden, die ihr Augenmerk auf das Land
Hessen richten und durch ihre Beiträge in den Medien zur Stärkung
der unverwechselbaren Identität Hessens beitragen. Mitmachen
können bundesweit Journalisten der zwei Sparten Print- und Fotojournalismus,
die in den vergangenen zwölf Monaten Beiträge zum
Thema „Kulturland Hessen“ publiziert haben.
Als Höhepunkt zum fünfjährigen Bestehen des Journalistenpreises
wird zudem erstmals eine Persönlichkeit geehrt, die sich durch ihr
bisheriges publizistisches Lebenswerk in besonderer Weise um
Hessen verdient gemacht hat. Über die Vergabe der mit insgesamt
12.000 Euro dotierten Preise entscheidet eine hochkarätig besetzte,
unabhängige Jury aus Vertretern der Wissenschaft und Medienpraxis.
Mehr Informationen zum Hessischen Journalistenpreis der Sparda-
Bank Hessen und des Hessischen Journalistenverbandes finden Sie
unter www.hessischer-journalistenpreis.de. Die Anmeldung und das
Einreichen der Werke sind ab sofort unter der genannten Internet-
Adresse möglich. Die Frist endet am 30. Juni 2010.
DJV kündigt Gehaltstarifvertrag für Zeitschriftenredakteure
27.04.2010 BERLIN.
Der Deutsche Journalisten-Verband hat den Gehaltstarifvertrag für Redakteurinnen und Redakteure an Zeitschriften fristgemäß zum 31. Juli 2010 gekündigt. Ein entsprechendes Kündigungsschreiben ging in diesen Tagen an den Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). Der DJV-Gesamtvorstand als Große Tarifkommission hatte sich vorab für Gehaltsforderungen ausgesprochen, die zumindest die Teuerungsrate ausgleichen.
"Wir lassen nicht zu, dass die Verlagsmanager die Krise auf Kosten der Kolleginnen und Kollegen zu bewältigen versuchen", sagte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. "Die jüngsten Zahlen belegen, dass sich die Bedingungen der Zeitschriften stabilisiert haben. Ein moderater Anstieg der Redakteursgehälter ist wirtschaftlich vertretbar."
Döhring forderte die Zeitschriftenverleger auf, zügig in Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag und den vom VDZ zum Jahresende 2009 gekündigten Manteltarifvertrag neu abzuschließen. "Unsere Kolleginnen und Kollegen haben ein Anrecht auf tarifliche Sicherheit. Die Forderungen der Verleger nach Tarifabsenkungen scheitern auch künftig am Nein der Gewerkschaften", sagte Döhring. "Die Abwertung eines ganzen Berufsstandes machen wir nicht mit." Die für die Verlage nicht einfachen Zeiten seien am besten durch konstruktives Miteinander der Tarifpartner zu meistern, Extrempositionen würden dem aber nicht gerecht. +++
Tarifrunde Zeitschriften: DJV bleibt bei Nein zum Tarifabbau
15.04.2010 BERLIN.
Ohne Einigung endete am heutigen Donnerstag die vierte Tarifrunde der Gewerkschaften DJV und ver.di mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) über einen neuen Manteltarifvertrag. Die Zeitschriftenverleger bekräftigten ihre Forderung nach dauerhaften Absenkungen tariflicher Leistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, weniger Urlaubstagen und geringeren Kündigungsfristen. Der Deutsche Journalisten-Verband bekräftigte hingegen, dass die derzeitige Wirtschaftskrise nicht dazu führen dürfe, den Redakteursberuf materiell und qualitativ dauerhaft abzuwerten. "Die Wirtschaftskrise stellt nicht die Zeitschrift als Medium in Frage, sondern hat zu geringeren Umsätzen geführt", sagte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. "Für eine dauerhafte Verschlechterung der Tarifverträge gibt es keine nachvollziehbare Begründung." Schon in früheren Jahren sei das Weihnachtsgeld von 100 auf 95 Prozent gesenkt worden und mit der verkürzten Berufsjahrstaffel im Gehaltstarifvertrag seien bereits weitgehende Zugeständnisse gemacht worden. "Mehr ist nicht drin."
Döhring kritisierte, dass die Zeitschriftenverleger auch in der vierten Verhandlungsrunde keine Stellung zu den Tarifforderungen des DJV bezogen hätten. "Die Verleger haben vielmehr deutlich gemacht, dass für sie der Wert der Redakteure heute unter dem Tarifniveau liegt. Damit setzen sie den Redakteursberuf aufs Spiel", kritisierte Döhring. "Es kann nur um den Umbau, nicht um den Abbau tariflicher Leistungen gehen." Der DJV fordere nach wie vor den Rechtsanspruch auf berufliche Qualifizierung der rund 9.000 Zeitschriftenredakteurinnen und -redakteure und die Integration der Onlinejournalisten an Zeitschriften in die Tarifverträge.
Im Vorfeld der vierten Verhandlungsrunde hatten über 500 Redakteurinnen und Redakteure aus mehreren Verlagen, darunter Heise-online, Gruner+Jahr, Spiegel und Springer, ihre Unterstützung für die Verhandlungskommissionen der Gewerkschaften durch ihre Unterschriften ausgedrückt. "Die Unterschriften zeigen", so Döhring, "dass den Kolleginnen und Kollegen der Erhalt fairer Tarifverträge ein wichtiges und berechtigtes Anliegen ist."
Die VDZ-Vertreter sahen sich außerstande, einen Termin für die Fortführung der Tarifverhandlungen zu vereinbaren. Mit dem Verlauf der Zeitschriftentarifverhandlungen wird sich auch der DJV-Gesamtvorstand als Große Tarifkommission auf seiner Sitzung am 19. April in Fulda beschäftigen. +++
DJV-Fachtagung "Prosa trifft Pixel" Ende April 2010
12.02.2010 STUTTGART.
Der Deutsche Journalisten-Verband lädt zu einer gemeinsamen Fachtagung von Zeitschriften- und Bildjournalisten am 26./27. April nach München ein. Unter dem Motto "Prosa trifft Pixel" werden bis zu 150 Journalistinnen und Journalisten aus dem Zeitschriftenbereich und der Fotografie über neue Entwicklungen im Medienbereich, Chancen und Herausforderungen bei der journalistischen und visuellen Gestaltung von Zeitschriften und das Spannungsverhältnis zwischen Gratiskultur und Qualitätsjournalismus diskutieren. Inhaltlich vorbereitet wurde "Prosa trifft Pixel" durch die DJV-Fachausschüsse Zeitschriften und Bildjournalisten.
Einen Blick in die Zukunft wirft Andreas Vogel vom Wissenschaftlichen Institut für Presseforschung und Medienberatung in seinem Impulsreferat "Auf dem Weg in virtuelle Welten" am 26. April. Die Bedeutung von intelligentem Journalismus im Zeitalter der Gratiskultur steht im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion am darauf folgenden Tag, an der bekannte Journalisten und Fotografen teilnehmen. An der Diskussionsrunde beteiligen sich unter anderem Jochen Wegner von Focus online, Kai Winckler von der Neuen Post und Kai-Hinrich Renner vom Hamburger Abendblatt. Mehrere Workshops handeln von crossmedialer Arbeit, Fotorecht, Schleichwerbung und der Qualität von Pressefotos. Einer der Workshops wird eine so genannte Mappenshow zum Inhalt haben.
"Prosa trifft Pixel" ist nach der DJV-Fachtagung "Öffentlichkeit machen" im September 2009 die zweite Veranstaltung dieser Art, die verschiedene journalistische Berufsgruppen anspricht. "Die Vernetzung der journalistischen Arbeit über die klassischen Mediengattungen hinweg schreitet immer weiter voran", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Dieser Entwicklung tragen wir mit gemeinsamen Fachtagungen Rechnung." Konken zeigte sich zuversichtlich, dass von "Prosa trifft Pixel" neue Impulse für die inhaltliche Arbeit des DJV ausgehen.
Das Programm ist auf der DJV-Homepage unter "Infothek" zu finden: ww.djv.de/uploads/media/Prosa_trifft_Pixel_Internet.pdf Anmeldungen zur DJV-Fachtagung "Prosa trifft Pixel" am 26./27. April 2010 in München nehmen ab sofort die DJV-Landesverbände bis 15. März entgegen. Die Teilnahme kostet 200 Euro, für DJV-Mitglieder 125 Euro. +++
Zeitschriftentarif: Verleger zeigen sich uneinsichtig
21.01.2010 BERLIN
Erneut ohne Ergebnis ist am heutigen Donnerstag die dritte Verhandlungsrunde der Gewerkschaften DJV und ver.di mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) zu Ende gegangen. Die unveränderten Forderungen der Verleger nach Verschlechterungen bei Kernelementen des Manteltarifvertrags - darunter die Verringerung der Urlaubstage, starke Einsparungen beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld und die Erhöhung der Wochenarbeitszeit - sind für den DJV nicht akzeptabel.
„Wir können diese Verschlechterungen für die 9.000 Zeitschriften-redakteurinnen und -redakteure nicht hinnehmen“, so DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. „Die strukturellen Bedingungen sind nicht so schlecht wie von den Zeitschriftenverlegern vorgeschoben. Die Verleger machen sich die aktuelle Krise zunutze.“ Natürlich gebe es derzeit, konjunkturell bedingt, geringere Erlöse. „Aber es kann nicht sein, dass der Redakteursberuf anlässlich dieser Situation dauerhaft abgewertet wird.“ Es gebe ja schon den Beschäftigungssicherungsvertrag, den der DJV mittrage, den der VDZ aber nicht anwende.
Vielmehr fordern DJV und ver.di vom VDZ Bewegung: „Bisher haben wird noch keine vernünftigen Vorschläge gehört, was unsere Forderungen betrifft - etwa die nach Anspruch auf bezahlte Qualifizierung und die, Onlinejournalisten in den Tarifvertrag einzubinden“, so Döhring. Offensichtlich erwarteten die Verleger erst, dass auf ihre Forderungen eingegangen werde, bevor sie den Positionen der Gewerkschaften Gehör schenkten. „Das ist nicht hinnehmbar. So kommen wir nicht weiter“, betonte der Verhandlungsführer.
Als Termin für die vierte Verhandlungsrunde wurde der 15. April in Berlin vereinbart. +++
DJV begrüßt Abkehr der Main-Post von Leiharbeit
20.01.2010 BERLIN Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Entscheidung der Main-Post begrüßt, die umstrittenen Leiharbeitspläne in der Redaktion des Blattes nicht weiter zu verfolgen. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken rief tarifflüchtige Zeitungsverlage dazu auf, dem Beispiel der Main-Post zu folgen und die geltenden Tarifverträge für Tageszeitungen wieder zur Grundlage der Personalpolitik zu machen. Die zur Verlagsgruppe Holtzbrinck gehörende Main-Post wollte die Redakteurinnen und Redakteure in eine Zeitarbeitsfirma überführen, die nicht dem Zeitungstarif unterliegt. Massiver Druck des Bayerischen Journalisten-Verbands und der Redaktion führte schließlich zu dem Rückzieher der Verlagsspitze.
"Der Missbrauch der Leiharbeit durch fast 20 Zeitungsverlage in Deutschland ist Tarifumgehung in Reinform", kritisierte Konken. "Hier wird nicht versucht, auftretende Arbeitsspitzen durch Leiharbeit zu bewältigen, sondern Redakteure dauerhaft in schlechter bezahlte Arbeitsverhältnisse zu drängen." Der DJV-Vorsitzende bekräftigte seine Forderung an Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, das von der rot-grünen Bundesregierung beschlossene Gesetz dringend zu überarbeiten. "Schlupflöcher für tarifflüchtige Verlage müssen geschlossen werden."
DJV-Protest: BILD geht Regional-Redaktionen an den Kragen
23.11.2009 WIESBADEN. Die Axel Springer AG baut in den regionalen Redaktionen der "Bild"-Zeitung Personal ab, denn BILD-Chef Kai Diekmann will die Regionalberichterstattung seines Blattes umstrukturieren. Das neue Konzept sieht vor, dass nur noch solche Artikel aus den Regionalredaktionen gedruckt werden, die auch andernorts von Interesse sind. Einzige Ausnahme soll der Sport bilden. Das bleibt auch personell nicht ohne Folgen: In sechs Regionalredaktionen sollen Redakteursstellen wegfallen, bestätigte ein Springer-Sprecher auf DJV-Nachfrage.
Wenig später sickerte durch, dass mindestens drei weitere Regionalredaktionen der BILD in Nordrhein-Westfalen, Dortmund, Köln und Düsseldorf, sowie die Wiesbadener Redaktion betroffen sein sollen. Allein in Dortmund sollen drei Stellen ersatzlos gestrichen werden. Insgesamt dürfte Diekmanns Streichkonzert bis zu 30 Arbeitsplätze von Redakteuren, Fotografen und Sekretärinnen kosten. Was mit den Betroffenen geschehen soll, ließ der Springer-Sprecher im Unklaren: Individuell solle nach Lösungen gesucht werden.
Der DJV Landesverband Hessen fordert den Erhalt der Arbeitsplätze bei BILD "in vollem Umfang". Landesvorsitzender Uli Heuser erklärte, dass mögliche "Verschlankungen" in der Redaktion Wiesbaden und vielleicht sogar noch Frankfurt/Main (Rhein-Main-Gebiet) auf jeden Fall die Vielfalt der journalistischen Berichterstattung wieder einmal reduziere und einschränke. +++
Zeitschriftenverleger zu keiner Einigung bereit
DJV rät:
keine individuellen Regelungen unterzeichnen
23.11.2009 HAMBURG. Ohne Ergebnis endete am heutigen Montag die zweite Verhandlungsrunde der Gewerkschaften DJV und ver.di mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) über einen neuen Manteltarifvertrag für die rund 9.000 Zeitschriftenredakteure. Die Verleger waren nicht bereit, ihre Forderungen nach deutlichen Tarifeinschnitten zurückzunehmen. Dazu gehören unter anderem starke Einsparungen bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld, weniger Urlaubstage und eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit. Der DJV hatte zuvor einen Rechtsanspruch auf bezahlte Berufsqualifizierung sowie die Einbeziehung der Onliner in die Tarifverträge gefordert. Der VDZ betonte den Zusammenhang zwischen der Integration der Onlinejournalisten in die Tarifverträge und aus seiner Sicht notwendigen Veränderungen an der Altersvorsorge für alle Zeitschriftenredakteure.
"Die Zeitschriftenverleger bleiben dabei, die gegenwärtigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten mancher Verlage als Vorwand für Tarifdumping zu nutzen", kritisierte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. "Das machen wir nicht mit. Darin bestärken uns die Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen, die nicht bereit sind, für weniger Geld mehr zu arbeiten."
Zu Beginn der zweiten Tarifrunde hatten am Mittag über 100 Journalisten aus Hamburg und Umgebung vor dem Tagungshotel für sichere Arbeitsplätze, für einen fairen Tarifvertrag und gegen die Verlegerversuche des Tarifabbaus demonstriert.
Die Tarifparteien einigten sich darauf, in einer Arbeitsgruppe mögliche Gemeinsamkeiten und Verhandlungsfortschritte auszuloten. Als Termin für die dritte Tarifrunde wurde der 21. Januar 2010 in Berlin vereinbart.
Der DJV-Verhandlungsführer riet allen Redakteurinnen und Redakteuren dazu, sich in ihren Verlagen nicht auf individuelle Regelungen einzulassen, wenn Arbeitgeber versuchen sollten, die Nachwirkung des gekündigten Manteltarifvertrags auszuhebeln. +++
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DJV fordert Rechtsanspruch auf
bezahlte Qualifizierung im Beruf
20.11.2009 BERLIN Der Deutsche Journalisten-Verband hat den Zeitschriftenverlegern vor der zweiten Verhandlungsrunde über einen neuen Manteltarifvertrag am kommenden Montag seine Forderungen übermittelt. Dazu gehört der Rechtsanspruch auf bezahlte Qualifizierung im Beruf für die rund 9.000 Redakteurinnen und Redakteure an Zeitschriften. Dieser Anspruch soll sich auf mindestens fünf Arbeitstage im Jahr erstrecken. Darüber hinaus erwartet der DJV vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, die Onlinejournalisten in den Geltungsbereich des Tarifvertrags einzubeziehen.
DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring blieb dabei, dass auch in der zweiten Tarifrunde am 23. November in Hamburg mit dem DJV über eine dauerhafte Absenkung des Manteltarifvertrags nicht zu reden sein werde: "Die Zeitschriftenverleger wollen die derzeitige Krise ausnutzen, um die Redakteure zu Lohnschreibern zu degradieren. Damit würden sie nicht nur unseren Kolleginnen und Kollegen schaden, sondern auch ihren eigenen Blättern. Denn Qualitätsjournalismus hat seinen Preis." Verhandlungsbereit sei der DJV in der Frage des Überstundenausgleichs, sagte Döhring. Hier sei die Einführung von Arbeitszeitkonten denkbar. Auch eine Verlängerung des Tarifvertrags zur Beschäftigungssicherung sei mit dem DJV machbar. Er forderte die Verleger auf, die zweite Verhandlungsrunde konstruktiv anzugehen. "Gedankenspiele über die Zukunft der Altersversorgung haben in Manteltarifverhandlungen keinen Platz."
Die zweite Verhandlungsrunde über den Manteltarifvertrag Zeitschriften findet statt am
Montag, 23. November 2009, 12.00 Uhr
Grand Elysee-Hotel, Rothenbaumchaussee 10, 20148 Hamburg
Tel.: (040) 41 41 20, Fax: (040) 41 41 27 33
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Zeitschriften-Tarifvertrag: DJV kritisiert Frontalangriff der Verleger
18.09.2009 BERLIN Mit Entschiedenheit hat der Deutsche Journalisten-Verband die Forderungen der Zeitschriftenverleger nach umfangreichen Absenkungen des Manteltarifvertrags zurückgewiesen. Nach der heutigen ersten Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften DJV und ver.di und dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger in Berlin erklärte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring: "Die Verleger planen den Frontalangriff auf den Flächentarifvertrag, der zu massiven Einbußen für die rund 9.000 Redakteurinnen und Redakteure führen soll."
In der Verhandlungsrunde stellten die Verleger ihre Forderungen an einen neuen Manteltarifvertrag vor. Demnach
- sollen Weihnachts- und Urlaubsgeld zusammengeführt werden und insgesamt ein Monatsgehalt ausmachen - soll die Wochenarbeitszeit von derzeit 36 auf 40 Stunden steigen oder flexibel zwischen 38 und 42 Stunden geregelt werden,
- sollen die Kündigungsfristen auf das gesetzliche Mindestmaß zurückgeführt werden,
- soll der Zuschuss zum Krankengeld ab der siebten Woche abgeschafft werden,
- soll die Kontoführungsgebühr gestrichen werden,
- soll es nur noch Freizeit für berufsbedingte Umzüge geben,
- soll die Frist für den Freizeitausgleich von derzeit acht Wochen ausgedehnt werden.
Darüber hinaus zielten die Verleger in der Berliner Verhandlungsrunde auf Entlastungen bei den Beiträgen zur Presseversorgung ab. Als Alternative nannte die VDZ-Delegation, Neueinstellungen künftig von der Presseversorgung auszunehmen. "Die Altersversorgung der Journalisten ist keine verzichtbare Kür, sondern ein Grundpfeiler der sozialen Absicherung", sagte der DJV-Verhandlungsführer. "Das Fazit lautet: länger arbeiten bei weniger Geld und abgesenkter Altersversorgung."
Über die Ergebnisse der heutigen Tarifrunde Zeitschriften wird der DJV-Gesamtvorstand als Große Tarifkommission beraten. Die zweite Tarifrunde wurde für den 23. November in Hamburg vereinbart. +++
Zeitschriften-Tarifvertrag: 'DJV fordert "Fairness auch in der Krise")
16.09.2009 BERLIN Zwei Tage vor der ersten Verhandlungsrunde über den Manteltarifvertrag für Zeitschriftenredakteure hat der Deutsche Journalisten-Verband möglichen Versuchen der Zeitschriftenverleger, tarifliche Leistungen dauerhaft abzusenken, eine klare Absage erteilt. Zu Gesprächen über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Zeitschriftenbranche sei der DJV selbstverständlich bereit, erklärte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. Die Lösung der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Lage auf Kosten der Redakteurinnen und Redakteure sei mit dem DJV jedoch nicht zu machen. Es sei an den Verlegern, den Gewerkschaften ihre Vorstellungen zu unterbreiten.
Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger hatte Ende Juni den Manteltarifvertrag für die rund 9.000 Redakteurinnen und Redakteure zum Jahresende gekündigt. Per Pressemitteilung erfuhr der DJV, dass die Verleger "nachhaltige Veränderungen bei einer ganzen Reihe von Regelungen im Manteltarifvertrag, etwa beim zusätzlichen Urlaubsgeld und der Jahresleistung" forderten. Außerdem strebten sie an, die Beiträge zur Altersversorgung neu zu verteilen. "Wir sind bereit, mit Maßnahmen wie dem Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung auf die aktuelle Krise zu reagieren, stehen aber nicht für dauerhafte Absenkungen des Tarifniveaus zur Verfügung", sagte Döhring.
Die erste Verhandlungsrunde über den Manteltarifvertrag Zeitschriften findet statt am
Freitag, den 18. September 2009, 12.00 Uhr
im Grand Hyatt Hotel, Marlene-Dietrich-Platz 2,
10785 Berlin
Tel.: (030) 255 31 34, Fax: (030) 25 53 12 35 +++
DJV kritisiert Kündigung des Manteltarifvertrags Zeitschriften
29.06.2009 BERLIN.
Der Deutsche Journalisten-Verband hat die am heutigen Montag vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger ausgesprochene Kündigung des Manteltarifvertrags für Zeitschriftenredakteure zum Jahresende kritisiert. "Die Zeitschriftenverleger wollen offenbar die derzeitige wirtschaftliche Lage nutzen, um hohe journalistische Qualität zu niedrigeren Konditionen zu bekommen", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Für eine dauerhafte Tarifabsenkung vor dem Hintergrund der augenblicklichen Umsatzeinbußen steht der DJV nicht zur Verfügung."
Der VDZ hatte den seit 1998 geltenden Manteltarifvertrag für Redakteurinnen und Redakteure an Zeitschriften zuvor zum 31. Dezember 2009 gekündigt. In einer öffentlichen Stellungnahme forderten die Verleger "nachhaltige Veränderungen bei einer ganzen Reihe von Regelungen im Manteltarifvertrag, etwa beim zusätzlichen Urlaubsgeld und der Jahresleistung". Auf den Prüfstand wollen sie demnach auch die Arbeitszeit, die Kündigungsfristen und die Finanzierung der Beiträge zur Presseversorgung stellen.
Zusammen mit ver.di und dem VDZ hatte der DJV im März einem Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung im Zeitschriftenbereich zugestimmt. Er bietet Verlagen in nachgewiesenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten die Möglichkeit, von den bestehenden Tarifverträgen befristet abzuweichen. Von diesem Tarifvertrag wurde nach DJV-Informationen bisher noch kein einziges Mal Gebrauch gemacht. "Stattdessen will der VDZ jetzt für die ganze Branche nach dem Rasenmäherprinzip tarifliche Standards kürzen", kritisierte der DJV-Vorsitzende.
Lesen Sie im beigefügten DJV-Tarifinfo, welche Auswirkungen die Kündigung des Mantels hat und worauf jeder einzelne Redakteur jetzt besonders achten sollte.... (hier klicken) +++
DJV-Gesamtvorstand stimmt einstimmig jüngsten Tarifabschlüssen zu
26.11.2008 HANNOVER.
Der Gesamtvorstand des DJV als "Große Tarifkommission des Deutschen Journalisten-Verbandes" - ihr gehören neben dem siebenköpfigen Bundesvorstand die Vorsitzenden der 18 DJV-Landesverbände an - hat am heutigen Mittwoch in Hannover einstimmig den Tarifabschlüssen für Redakteure an Tageszeitungen und Zeitschriften sowie für arbeitnehmerähnliche Freie an Zeitungen zugestimmt. Alle drei Tarifverträge wurden rückwirkend zum 1.August 2008 in Kraft gesetzt und laufen bis zum 31. Juli 2010.
Nach ausführlicher Diskussion wurden die Ergebnisse der Tarifrunden mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) angenommen.
Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen erhalten erstmals im November 2,4 Prozent mehr Gehalt sowie im Dezember eine Einmalzahlung von 0,6 Prozent (auf 13,75 Bruttomonatsgehälter). Im Oktober 2009 folgt eine weitere Anhebung der Gehälter um 1,6 Prozent.
Auch Zeitschriftenredakteurinnen und -redakteure bekommen 2,4 Prozent mehr Gehalt ab November und ebenfalls weitere 1,6 Prozent ab Oktober 2009. Darüber hinaus erhalten diejenigen Zeitschriftenredakteure im Dezember eine Einmalzahlung von 300 Euro, die am 1. August 2008 bereits bei ihrem Verlag gearbeitet haben. Neue Mitarbeiter ab 1. September erhalten 200 Euro, ab 1.Oktober 100 Euro. Volontäre bekommen 50 Prozent der Einmalzahlung. Auf Teilzeitkräfte wird sie entsprechend der Arbeitszeit aufgeteilt.
Arbeitnehmerähnliche freie Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen erhalten auf der Grundlage des 12a-Tarifvertrags im Volumen 3,7 Prozent mehr Honorar, die wirksam in die Honorartabelle eingerechnet werden. Zunächst gibt es ab Dezember 2,4 Prozent mehr Honorar, weitere plus 1,6 Prozent ab Mai 2009. Die erste Zahlung von 2,4 Prozent mehr Honorar erfolgt erst einen Monat später als bei den Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteuren, da eine frühere Auszahlung in der Praxis zu Schwierigkeiten führen könnte. Die Erhöhung um 1,6 Prozent bekommen die Freien allerdings schon fünf Monate früher als die Zeitungsredakteure. So kann die Einmalzahlung von 0,6 Prozent von 13,75 Monatsgehältern ausgeglichen werden, die nur Redakteure erhalten.
DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken betonte nach der Annahme der Tarifabschlüsse im Gesamtvorstand mit Blick in die Zukunft: "Unser nächstes Ziel ist, die Onlineredakteure in die Tarifverträge zu integrieren". Es sei jetzt außerdem wichtig, so Konken, "dass wir darum kämpfen, dass sich die Flächentarifverträge während der aufziehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten mancher Verlage behaupten können." +++
Neuer Gehaltstarifvertrag für Zeitschriftenredakteure
12.11.2008 HAMBURG.
Einen neuen Gehaltstarifvertrag für die rund 9.000 Zeitschriftenredakteurinnen und -redakteure haben am heutigen Mittwoch die Gewerkschaften DJV und ver.di mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) vereinbart. Nach rund sechsstündigen Verhandlungen einigten sich die Tarifvertragsparteien darauf, dass der neue Tarifvertrag zwei Jahre bis 31. Juli 2010 gilt und 2,4 Prozent mehr Gehalt ab November und weitere 1,6 Prozent ab Oktober 2009 vorsieht. Darüber hinaus erhalten diejenigen Redakteure im Dezember eine Einmalzahlung von 300 Euro, die am 1. August 2008 bereits bei ihrem Verlag gearbeitet haben. Neue Mitarbeiter ab 1.09. erhalten 200 Euro, ab 1.10. 100 Euro. Volontäre bekommen 50 Prozent der Einmalzahlung. Auf Teilzeitkräfte wird sie entsprechend der Arbeitszeit aufgeteilt.
Der VDZ wird keine Kündigung des Altersversorgungstarifvertrags aussprechen, die vor dem 31. Dezember 2010 wirksam wird. Verleger und Gewerkschaften kamen überein, dass Gespräche zum Manteltarifvertrag aufgenommen werden können. Mögliche Veränderungen können nicht vor dem 31. Dezember 2010 wirksam werden.
Die Tarifvertragsparteien haben sich darauf verständigt, Gespräche über Onlinetätigkeiten in Bezug auf den Geltungsbereich des Gehaltstarifvertrags aufzunehmen. "Der Tarifabschluss ist kein Traumergebnis", sagte DJV-Verhandlungsführer Hubert Engeroff, "aber mehr war vor dem Hintergrund der einsetzenden Krise auf dem Zeitschriftenmarkt nicht zu erzielen."
Über den Tarifabschluss im Zeitschriftenbereich wird der DJV-Gesamtvorstand als Große Tarifkommission am 26. November in Hannover beraten. Die Erklärungsfrist des Abschlusses endet am 4. Dezember. +++
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