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Fachgruppe des DJV Landesverband Hessen e.V.
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10. Dezember 2011 - WIESBADEN. In drei Wochen ist Ultimo!
Workshop zu Jahresbuchungen, Jahresabschluss und Steuererklärungen
Der DJV Landesverband Hessen lädt zu einem Workshop für freiberuflich tätige Journalistinnen und Journalisten ein:
Wann: Samstag, 10. Dezember 2011, ab 10.00 Uhr bis etwa 16.00 Uhr
Wo: Best Western Hotel Hansa, Bahnhofstr. 23, 65185 Wiesbaden
Referent: Wolfgang Kiesel
Wie bringen wir unsere drei Steuererklärungen (Umsatzsteuer-, Einkommenssteuererklärung sowie Einnahmen-Überschussrechnung) problemlos zusammen und zum Finanzamt? Was ist neu und dabei zu berücksichtigen? Wie schaffen wir unseren Jahresabschluss in weniger als zwei Stunden und ohne Steuerberater?
Abschreibungen, Jahresbuchungen und die drei Abschlüsse dienen bei vielen Freien als Abschreckungspotential. Der Workshop soll mit Hilfe der aktuellsten steuerlichen Regelungen zeigen, wie diese Arbeiten, leicht, zügig und problemlos auch von freiberuflichen Journalisten durchgeführt werden können, die ansonsten eher hilflos bei Buchhaltung und Steuern sind.
Für Mitglieder des DJV Hessen ist das Seminar kostenlos. Mitglieder des DJV Hessen erhalten einen Fahrtkostenzuschuss in Höhe von bis zu 30,00 Euro. Bitte reichen Sie hierzu den beigefügten Antrag mit der/den Fahrkarte/n ein. Sofern ein eigenes Kfz benutzt wurde, erfolgt die Erstattung auf Basis der Entfernung Wohn-/Veranstaltungsort.
Verbindliche Anmeldungen bitte bis zum 08.12. 2011 per E-Mail unter info@djvhessen.de, Fax oder telefonisch an die Geschäftsstelle. |
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Fachgruppensprecher |
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Axel Häsler
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Ziegelstraße 14
63505 Langenselbold
Tel.: 06184 / 3324
Fax: 06184 / 3310
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Stellvertreter/in |
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Rolf Skrypczak |
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7. Süddeutscher Journalistentag - Im Zeichen der Zukunftsangst
29.09.2011 WÜRZBURG. Die gedruckten Medien sind in der Krise. Zurückgehende Abonnentenzahlen, kriselndes Anzeigengeschäft und heftige Konkurrenz durch kostenlose Angebote im Internet machen nicht nur den Zeitungsverlegern zu schaffen. Auch die Journalisten machen sich Sorgen um die Zukunft ihres Berufsstandes. Denn vor allem jüngere Menschen begnügen sich oft mit den schnell im Internet verbreiteten Nachrichten, ohne auf deren Herkunft, Wahrheitsgehalt oder journalistische Qualität zu achten. Beim Süddeutschen Journalistentag des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) in Würzburg wurde die Problematik von mehr als 200 Journalisten aus Hessen, Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt diskutiert. Es gab insgesamt acht Foren organisiert, auf denen Journalisten und Politiker u.a. Selbstbewusstsein gegenüber der Chefetage forderten, die gezielte Nutzung von Social Media empfahlen und die Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten von der Politik beschworen. Groß war der Zulauf zum Existenzgründungsseminar, lebhaft das Interesse am Zweitverwertungs-Portal „DieRedaktion.de“ der Deutschen Post.
Konkrete Lösungen für die Zukunft gab es aber nicht. Diese Ungewissheit trägt auch zur Verunsicherung junger Menschen bei, die sich für den Journalistenberuf entschieden haben. Immer öfter wechseln sie nach ihrem Volontariat die Seiten und entscheiden sich für einen Job in Unternehmens-Pressestellen oder in PR-Agenturen. Zu unsicher ist ihnen die Zukunft des Tageszeitungsmarktes.
Viele Volontäre erhalten nach Abschluss ihres Volontariats kein Übernahmeangebot mehr. Ihnen bleibt oft nur der Weg in eine freiberufliche journalistische Tätigkeit. Ein hartes Pflaster mit nicht gerade rosigen Verdienstchancen. Obwohl die Journalistenverbände mit den Zeitungsverlegern verbindliche Tarifverträge für Freie abgeschlossen haben, werden diese in kaum einem Medienhaus eingehalten, so der DJV.
Eine Erhebung der journalistischen Berufsverbände ergab ein durchschnittliches Monats-Nettoeinkommen bei freiberuflich tätigen Journalisten von etwa 800 Euro. Stundensätze unter fünf Euro seien nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel.
Wolfgang Kiesel, Buchautor und Journalistenausbilder, sieht dennoch Chancen in einer freiberuflichen Tätigkeit und ermuntert Nachwuchsjournalisten, die Freiberuflichkeit offensiv anzugehen. Ein Wissensvorsprung durch Spezialisierung auf bestimmte Themengebiete, ein gutes Netzwerk und vor allem eine Tätigkeit nicht nur für eine Zeitung könnten ein gutes Auskommen bescheren. Ein freiberuflicher Journalist müsse seinen Wert kennen. Tagessätze unter 150 Euro seien nicht kostendeckend, pro Monat müssten mindestens 3000 Euro auf dem Konto sein, um eine schwarze Null zu schreiben.
Kiesel gibt zu, es brauche eine gewisse Anlaufzeit und einen langen Atem, um als Freiberufler erfolgreich zu sein. Sein Fazit: „Guter Journalismus führt auch zu wirtschaftlichem Erfolg.“Um den zu erreichen, kann eine rege Nutzung der sozialen Netzwerke wie Facebook oder Twitter durchaus ratsam sein, wie in einem anderen Forum deutlich wurde. Christian Lindner, Chefredakteur der Koblenzer Rhein-Zeitung, ist in diesen Netzwerken täglich unterwegs. Für mindestens eine Stunde. Er diskutiert dort nicht nur mit Lesern, sondern bekommt viele Anregungen für Reportagen und Hinweise, wo gerade etwas passiert. Auch wenn er Fachkompetenz für eine Reportage benötige, finde er Ansprechpartner über Twitter oder Facebook. „Vieles erfahren wir über Twitter oder Facebook schneller als über die Polizei“, weiß Marc Hippler, Internetjournalist bei der Stuttgarter Zeitung. Er rät Zeitungsverlagen, über ihre Internetauftritt nicht nur die Meldungen von Nachrichtenagenturen zu verbreiten, die man ohnehin überall nachlesen könne, sondern ihre lokale und regionale Kompetenz auch im Internet zu nutzen. Aber auch im Netz gelte der Anspruch an hohe journalistische Qualität. Dann werde eine Lokalzeitung oft sogar über ihr eigenes Verbreitungsgebiet hinaus wahrgenommen.
Mit journalistischer Qualität beschäftigten sich auch der Chefredakteur des Bayrischen Rundfunks, Sigmund Gottlieb, DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken und der medienpolitische Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, Eberhard Sinner. Moderator Harro Menzel, Redakteur beim Hessischen Rundfunk, warnte davor, politische Berichterstattung im Fernsehen nur noch den Talkshows zu überlassen, „wo am Ende doch nichts dabei herauskommt“. Sinner warnte junge Menschen, sich über Politik nur im Internet und über Suchmaschinen zu informieren. Die Informationen dort seien meist manipuliert, ihre Herkunft oft unklar. „Hier müssen die Qualitätsmedien ansetzen und solche Informationen filtern und überprüfen.“
Sigmund Gottlieb wies auf Probleme der Berichterstattung gerade bei der aktuellen Euro-Krise hin. „Wie sollen wir Journalisten den Menschen die Zusammenhänge erklären, wenn nicht mal Politiker und Analysten das können?“ Das Fernsehen sei nicht der Reparaturbetrieb der Politik. Konken forderte die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender auf, politische Sendungen nicht ins Spätprogramm zu verbannen. Generelle Kritik gab es an der wachsenden Zahl politischer Talkshows im Fernsehen, die guten, investigativen Journalismus in die späten Abendstunden verdrängten. (Hans Dieter Erlenbach)
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Braunschweiger Gericht untersagt AGB für Freie
27.09.2011 BERLIN. Der Deutsche Journalisten-Verband hat gemeinsam mit ver.di einen weiteren juristischen Erfolg für die freien Journalisten und Fotografen errungen. Im Rechtsstreit der beiden Gewerkschaften gegen den Braunschweiger Zeitungsverlag hat das Landgericht Braunschweig jetzt die Vertragsbedingungen des Verlags für ungültig erklärt (Az. 9 O 1352/11). Die Konditionen für die freie Mitarbeit von Journalisten und Fotografen bei der Braunschweiger Zeitung verstoßen nach Meinung des Gerichts gegen das Urhebervertragsrecht. "Der Braunschweiger Richterspruch hat ein weiteres Mal bestätigt", urteilte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken, "dass die freien Mitarbeiter von den Verlagen nicht nach Belieben ausgebeutet werden dürfen."
Im Einzelnen entschieden die Braunschweiger Richter, dass sowohl ein pauschales Zeilenhonorar im niedrigen Cent-Bereich für alle Nutzungen als auch die Abtretung aller Verwertungsrechte an den Verlag nicht statthaft seien. Ein Fotohonorar von nur 20 Euro pro Bild verstoße gegen das Prinzip der angemessenen Vergütung. Das Gericht stellte auch klar, dass sich die Zeitung an die gesetzliche Pflicht zur Namensnennung halten müsse. Unzulässig sei darüber hinaus die Abwälzung der Haftung vom Verlag auf die Freien.
Der DJV-Vorsitzende sagte, es sei überfällig, dass die Verlage ihre Honorarbedingungen endlich der aktuellen Rechtsprechung anpassten.
Eine ausführliche Beschreibung des Braunschweiger Urteils findet sich im DJV-Freienblog unter http://frei.djv-online.de.
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DJV warnt Freie vor Dumping-Jobangebot von
"WIKIO EXPERTS"
Berlin, 21.06.2011. Der Deutsche Journalisten-Verband hat freie Journalistinnen und Journalisten davor gewarnt, ein Jobangebot der Plattform Wikio Experts anzunehmen. Journalisten sollten dort für einen Beitrag mit 200 bis 400 Wörtern je nach Thema und Arbeitsaufwand mit 5 bis 15 Euro vergütet werden. Die Artikel sollen online auf den Seiten der Wikio Group veröffentlicht werden. Wikio hat das Jobangebot aktuell über einen Branchendienst an zahlreiche Journalisten geschickt.
"Freie Journalisten benötigen ein angemessenes Honorar zur Finanzierung ihrer Arbeit. Tarifverträge und Vergütungsregeln enthalten deutlich höhere Sätze", kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Er wies zudem darauf hin, dass die Honorarsätze auch in tariflosen Medien deutlich über den Sätzen von Wikio liegen würden. Der DJV habe im Übrigen eine Übersicht über übliche Honorare und Vertragsbedingungen in solchen Branchen verfasst, die Medienanbietern auch online zugänglich sei.
"Qualitativ anspruchsvoller freier Journalismus kann nicht zu derart geringen Honoraren geleistet werden. Wikio sollte diese Honorarsätze sofort nach oben korrigieren", forderte Konken. +++
DJV mahnt Gesetzgeber: Tarifautonomie bewahren!
Berlin, 15.03.2011. Der Deutsche Journalisten-Verband hat den Gesetzgeber aufgefordert, die in der Verfassung verankerte Tarifautonomie zu schützen. Der DJV erteilte damit aktuell diskutierten Plänen eine Absage, die so genannte Tarifeinheit gesetzlich zu verankern. "Wenn ein solches Gesetz zur Folge hätte, dass in Medienunternehmen künftig nur noch ein Tarifvertrag Geltung beanspruchen könnte, würden die berechtigten tariflichen Interessen der Journalistinnen und Journalisten nicht mehr hinreichend berücksichtigt", fürchtet DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Die insbesondere von den Arbeitgeberverbänden angestrebte gesetzliche Tarifeinheit sei ungeeignet, die berufsspezifischen Bedürfnisse von angestellten und freien Journalisten tariflich zu wahren. Außerdem zerstöre sie Kooperationen, die auch ohne gesetzliche Tarifeinheit zu erfolgreicher Tarifpolitik führten.
"Eine gesetzlich vorgeschriebene Tarifeinheit wäre ein gravierender Eingriff des Staates in die Betätigungsfreiheit des DJV wie anderer Berufsgewerkschaften und verfassungsrechtlich nicht akzeptabel." Konken kündigte den entschiedenen Widerstand des DJV gegen entsprechende Regulierungsvorhaben an: "Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie der Gesetzgeber Journalistinnen und Journalisten tarifpolitisch abhängt." +++
Mehr Wissen und Informationen durch DJV-Webinare - Termine
15.03.2011 Online-Seminare und Online-Chats als kostenlose Angebote des DJV Bundesverbandes werden teilweise für alle Interessierten, teilweise nur für Mitglieder angeboten. Das ist bei jedem Angebot separat vermerkt. Wie läuft ein Webinar generell ab? Ein ausführlicher Bericht aus Teilnehmersicht von Hagen Hellwig findet sich hierzu in der Nordspitze 4/2010, dort auf Seite 16. Die Online-Seminare werden als kostenloser DJV-Mitgliederservice angeboten. Für Existenzgründer sind sie auch ohne DJV-Mitgliedschaft kostenlos, da wir Ihnen bei der Existenzgründung helfen wollen. Eine vorherige Anmeldung ist notwendig - mehr dazu auf der DJV-Website.
Die aktuellen Termine sind auf dieser Seite weiter unten zu finden. Außerdem werden sie jeweils angekündigt auf den DJV-Internetseiten für freie Journalisten, im DJV-Freienblog, im DJV-Seminarnewsletter sowie in der DJV-Facebookseite für Freie, auf Twitter und in Xing. Auch im Newsletter für freie Journalisten werden die Termine angekündigt.
18.3. 11-12 Uhr: Webinare selbst anbieten: Freie Journalisten sind Fachleute in ihren Themenbereichen. Sie sind daher auch und gerade im Tagungsgeschäft auf Seminaren aktiv. Mit Online-Seminaren eröffnet sich die Möglichkeit, den eigenen Wirkungskreis zu erweitern und Geld zu verdienen. In unserem Webinar werden verschiedene Anbieter dargestellt: Anforderungen an Software (Bildschirmübertragung, Umfragen, Dateitransfer, Whiteboard usw.), Ablauf von Online-Semiaren, Technik, Probleme, Anmeldungsprozesse, Automatisierungen in der Abrechnung, Honorarfragen, Webinarplaner, betriebswirtschaftliches Konzept. Referent: Michael Hirschler, DJV, außerdem werden, soweit erreichbar, auch Anbieter von Webinar-Software mit eingeschaltet
22.3. 11-13 Uhr: Urheberrecht – (fast) alles was Freie jetzt wissen müssen: Urheberrechtsschutz, Sinn, Zweck und Tragweite, Urheberrecht als Teil des Vertrags- und Arbeitsrechts, Verwertungsgesellschaften, Leistungsschutzrecht, Bedeutung von Tarifverträgen für Arbeitnehmerähnliche, Urhebervertragsrecht von 2002, Verbandsklagen gegen Geschäftsbedingungen, Vergütungsregeln, Individualklagen, individuelle Vertragsformulierungen, Verwendung und Durchsetzung eigener Vertragsregelungen auch ohne förmlichen Vertragsabschluss, Maßnahmen und Kalkulation bei Urheberrechtsverletzungen – und natürlich Antworten auf die Fragen der Teilnehmer, Referent: Michael Hirschler, DJV (nur für DJV-Mitglieder)
23.3. 14-15 Uhr: Private Krankenversicherung: Kosten steigen und steigen – was tun? Vielen Journalisten wurde, als sie jung waren, eine private Krankenversicherung verkauft. Argument: Günstiger als die Gesetzliche, mehr Leistungen. Doch je älter sie werden, desto höher steigen die Kosten. Anders als Beamte können (freie und angestellte) Journalisten nicht mit Beihilfe und regelmäßigem Gehaltsanstieg rechnen. Für manchen älteren Kollegen sind das erdrückende Kosten. Der versicherungsunabhängige DJV-Versicherungsmakler Helge Kühl informiert in diesem Webinar über Optionen angesicht ständiger Kostensteigerungen und finanzieller Überforderung. Referent: Helge Kühl, DJV-Versicherungsmakler, Moderation: Michael Hirschler, DJV (nur für DJV-Mitglieder)
24.3. 11-12 Uhr: Geld verdienen mit YouTube – Freie Journalisten können journalistisch produzierte Videos auf Youtube.com laden und über Werbung Geld verdienen. Der freie Journalist Matthias Morr (Hamburg) bietet seit längerer Zeit Videos über Youtube an und gibt Tipps für Kolleginnen und Kollegen, die diesen Vertriebskanal ebenfalls nutzen wollen. Referent: Matthias Morr, freier Journalist (nur für DJV-Mitglieder)
25.3. 11-13 Uhr: [Teilnehmer-Höchstzahl erreicht, sorry!] WordPress für Einsteiger – die Open-Source-Software WordPress hat sich in vielen Bereichen zum Stand-CMS entwickelt. Für freie Journalisten, die sich einen Webauftritt basteln oder demnächst selbst für Kunden betreuen wollen, ist WordPress die erste Wahl, weil einfach aufgebaut. In dem für Einsteiger gedachten Webinar wird eine Muster-Wordpress-Installation angelegt und eine halbwegs vorzeigbare Seite live zusammengebastelt. Die Teilnehmer bekommen selbst die Gelegenheit, eine Seite anzulegen, die vom Webinarleiter online kontrolliert wird. Durch Bildschirmübertragung besteht die Möglichkeit, Ihnen direkt am Bildschirm zu helfen, wenn was schiefgeht. (Begrenzte Teilnehmerzahl: 20 Personen nach Anmeldedatum). Referent: Michael Hirschler, DJV (nur für DJV-Mitglieder) [Anmeldung geschlossen]
30.3. 11-13 Uhr: Social Media Workflow – Facebook, Twitter, Foursquare, Blogs, YouTube… wie können und sollten freie Journalisten im Internet Sinn aus den zahlreichen Publikationsmöglichkeiten machen. Das Konzept des Webinars besteht darin, einen konsequenten Mehrfachverwertungsstream zu entwickeln, der unter dem Begriff des “Social Media Workflows” auch und gerade finanziell Sinn machen soll – mehr Leser/Nutzer zu gewinnen und zusätzliches Einkommen aus mehr oder weniger identischen oder ähnlichen (eigenen!) Beiträgen zu generieren. Referent: Michael Hirschler, DJV (nur für DJV-Mitglieder)
31.3. 11-13 Uhr: Frei im Rundfunk, Arbeitsmöglichkeiten, Tarifverträge, Steuer- und Sozialversicherungsfragen, Referent: Michael Hirschler, DJV (nur für DJV-Mitglieder)
5.4. 11-13 Uhr: Existenzgründung als freie/r Journalist/in: Marktchancen, (Online-)Marketing, Arbeitsbereiche, Künstlersozialkasse, Gründungszuschuss, Einstiegsgeld, freiwillige Arbeitslosenversicherung, Absicherung, Versicherung gegen Schäden durch Berichterstattung (Vermögensschadenhaftpflicht), Finanzhilfen, Steuern, Referent: Michael Hirschler, DJV (auch “Noch-nicht-Mitglieder”)
7.4. 11-12 Uhr: Arbeiten im Ausland: Kurzfristige/langfristige Aufenthalte, Konzepte, Probleme, Aufenthaltsrecht/Visafragen, Steuern, soziale Sicherung, Rückkehrfragen, Referent: Michael Hirschler, DJV (nur für DJV-Mitglieder)
12.4. 11-13 Uhr: Steuern für freie Journalisten – Grundzüge und aktuelle Urteile: Steuern (und Abgaben) von A-Z für freie Journalisten, Einkommen-, Umsatz- und Gewerbesteuer, Investitionsabzugsbetrag, AfA-Abschreibung, 410-Euro- und Sammelabschreibung, Absetzbarkeit von Arbeitszimmer, Telefon-, Computer-, Auto-, Reise- und anderen Kosten, Künstlersozialabgabe, Steuerberater-Einsatz pro/contra, Steuerstrategien, Nachweispflichten, Angaben auf Rechnungen, Steuerpflicht bei GbR, Partnerschaft, (1-Euro-)GmbH. Referent: Michael Hirschler, DJV (nur für DJV-Mitglieder)
13.4. 11-12.30 Uhr: Bildrecht für Bildredakteure und freie Journalisten: Was kann ich noch fotografieren oder veröffentlichen?: Prominentenfotografie am Beispiel Jauch, Caroline, Charlotte, Ernst August und anderen, Gebäudefotografie: Sanssouci, Zeche Zollverein, Friesenhaus, Veranstaltungsfotografie: CSD-Fall München, Haftungsfragen für Medien, Agenturen und Bildmarktplätze sowie freie Fotojournalisten, Markenrecht und Fotoveröffentlichungen, Zugangs- und Aufenthaltsrechte, Zugriffsmöglichkeiten von Polizei und Privateigentümern auf Kamera oder Chipkarte – und natürlich Antworten auf die Fragen der Teilnehmer. Referent: Michael Hirschler, DJV (nur für DJV-Mitglieder)
14.4. 11-13 Uhr: Frei an/für Zeitschriften: Urheberrecht, Honorarfragen, Gründung eigener Zeitschriften, Konzept, Vertrieb, Anzeigenakquise, Rechtsfragen, Steuern, Soziales. Referent: Michael Hirschler, DJV (nur für DJV-Mitglieder)
19.4. 11-12 Uhr: Zusammenarbeit als freie Journalisten durch Gesellschaftsformen: Bürogemeinschaften, Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), Partnerschaftsgesellschaft, 1-Euro-GmbH, “Normal”-GmbH, Genossenschaft, Steuerfragen, Auswirkungen auf Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse, Künstlersozialabgabe der Gesellschaft für mitarbeitende freie Journalisten, weitere Versicherungsfragen. Referent: Michael Hirschler, DJV (nur für DJV-Mitglieder)
[Änderungen des Terminplans sind möglich, Interessenten werden zeitnah benachrichtigt. Die Webinare werden dann zum nächst möglichen Datum angeboten.]
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DJV begrüßt neues Presseportal für freie Journalisten
HANNOVER 03.03.2011. Der Deutsche Journalisten-Verband begrüßt das neue Presseportal für freie Journalistinnen und Journalisten, das auf Initiative der Deutschen Post AG am heutigen Donnerstag auf der Computermesse CeBIT in Hannover eröffnet wurde. "Es bietet den Freien die Möglichkeit, zusätzliche Einnahmen zu erzielen und Aufträge zu akquirieren", sagte DJV-Bundesvorsitzender auf einer Pressekonferenz zum Start des Portals.
Das Presseportal mit dem Titel "Die Redaktion" wurde nach einer mehrmonatigen Testphase heute auf der CeBIT von der Deutschen Post AG frei geschaltet. Hauptberuflich tätigen Freien bietet es die Möglichkeit, ein eigenes Profil zu erstellen, Texte anzubieten, Kollegen für gemeinsame Projekte zu suchen und die Portalbetreiber Rechnungserstellung und Inkasso durchführen zu lassen. Verlage können über das Portal journalistische Beiträge kaufen und Aufträge vergeben. DJV-Mitglieder aus dem Kreis der freien Journalisten hatten in den letzten Wochen die Möglichkeit, das Portal zu testen. "Die Rückmeldungen der Kolleginnen und Kollegen waren durchweg positiv", sagte Konken. Zusätzliche Einnahmen seien in der heutigen Zeit für Freie wichtiger denn je. "Nach wie vor versuchen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, Qualitätsjournalismus zu Dumping-Honoraren einzukaufen." Die zum Teil strukturellen Probleme könne das neue Portal der Post nicht beheben, aber es könne den wirtschaftlichen Druck der Freien abbauen helfen. +++
DJV kritisiert "Dumping-Honorare" der Nachrichtenagentur dapd
25.02.2011 BERLIN. Der Deutsche Journalisten-Verband hat die neuen Honorarsätze der Nachrichtenagentur dapd als Dumping-Honorare kritisiert. Mit den neuen Vergütungen werde die journalistische Leistung freier Mitarbeiter diskreditiert, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Die Agentur will ab 1. März neue Honorarsätze einführen, die deutlich unter dem bisherigen Niveau liegen. Für die Standardmeldung sollen Freie demnach nur noch fünf bis 18 Euro erhalten statt bisher rund 25 Euro. Die Tagespauschale für bis zu acht Stunden soll 77 Euro betragen, bei mehr als acht Stunden Einsatz will die Agentur 128 Euro zahlen. Buchbesprechungen sollen pauschal mit 40 Euro vergütet werden.
"Diese Honorare sind eine Unverschämtheit", sagte Konken. Es sei zynisch, dass dapd in einem Schreiben an die Freien von Harmonisierung spreche. "Mit diesen Honorarsätzen lässt sich Qualitätsjournalismus nicht bezahlen." Er forderte dapd auf, mit dem DJV in Verhandlungen über angemessene Vergütungen für die freien Mitarbeiter der Agentur einzutreten. +++
DJV begrüßt weitere Anwendung
der Vergütungsregeln für Freie
08.09.2010 BERLIN . Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Anwendung der gemeinsamen Vergütungsregeln für hauptberufliche freie Journalistinnen und Journalisten durch weitere Zeitungen begrüßt. Nachdem sich zunächst die "Kieler Nachrichten" und dann die in Ludwigshafen erscheinende "Rheinpfalz" verpflichtet hatte, die Vergütungsregeln zur Grundlage ihrer Zusammenarbeit mit den Freien zu machen, haben nun auch die Zeitungen "Junge Welt" und "Neues Deutschland" entsprechende Schritte angekündigt. Bei beiden Blättern ist die Anwendung der gemeinsamen Vergütungsregeln zugleich mit einem Anstieg der Honorare für die Freien verbunden. Das Neue Deutschland will die Umstellung zum 1. Oktober vornehmen, die Junge Welt schrittweise bis 2011.
Die gemeinsamen Vergütungsregeln sind nach über sechsjährigen Verhandlungen der Gewerkschaften DJV und ver.di mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) zum 1. Februar 2010 in Kraft getreten. Sie schreiben einen nach Textgattung und Zeitungsauflage gestaffelten Honorarrahmen verbindlich vor, regeln die Verwertungsrechte der Freien an ihren Texten und gelten für alle hauptberuflich tätigen freien Journalisten an Tageszeitungen.
"Die zeitversetzte Einführung der Vergütungsregeln bei der Jungen Welt und dem Neuen Deutschland ist zu kritisieren", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Zudem sei es nicht hinnehmbar, wenn große, mit bedeutenden Finanzmitteln ausgestattete Verlagshäuser offenbar glaubten, die Vergütungsregeln "aussitzen" zu können. "Es ist jetzt an der Zeit, dem Beispiel anderer Zeitungen zu folgen", appellierte Konken an die Verleger. "Wer jetzt nicht umsetzt, muss unter Umständen mit erheblichen Nachforderungen rechnen. Hier kumulieren sich Nachforderungsansprüche in erheblichem Umfang. Daher sollten die Verlage jetzt handeln."+++
DJV erzielt Verhandlungserfolg für Freie
09.08.2010 LUDWIGSHAFEN . Der Deutsche Journalisten-Verband hat sich in Verhandlungen mit der Geschäftsführung der in Ludwigshafen erscheinenden Tageszeitung "Die Rheinpfalz" auf einen Vertrag für freie Mitarbeiter verständigt, der die Rechte freier Journalistinnen und Journalisten klar definiert. Grundlage des Vertrags sind die Gemeinsamen Vergütungsregeln für freie hauptberufliche Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen, die der DJV mit den Zeitungsverlegern im Winter nach über sechsjährigen Verhandlungen beschlossen hatte. Neben der Mindesthöhe von Texthonoraren regeln sie unter anderem die Weiterverbreitung von Artikeln und Berichten der Freien. Im neuen Vertrag der Rheinpfalz ist die Weiterverbreitung von Texten und Bildern der Freien nur mit deren Zustimmung in jedem Einzelfall möglich. Die Freien verpflichten sich, ihre Beiträge nicht zeitgleich Konkurrenzblättern aus der Region anzubieten.
"Der neue Vertrag der Rheinpfalz stärkt die Rechte und die Bedeutung der Freien im Zeitungsjournalismus", würdigte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken das Regelwerk. Der DJV-Landesverband Rheinland-Pfalz, der die Verhandlungen geführt hat, und die Geschäftsführung des Verlags hätten hinsichtlich der schwierigen Lage vieler Freien Weitblick bewiesen. "Ohne die Freien könnte keine einzige Tageszeitung vollständig erscheinen. Es ist nur fair, dass die Kolleginnen und Kollegen angemessene Honorare erhalten."
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Druck zur Durchsetzung der Vergütungsregeln für Freie
20.05.2010 BERLIN. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di haben in einem Schreiben an alle Verleger und Chefredakteure der deutschen Tageszeitungen die sofortige Umsetzung der gemeinsamen Vergütungsregeln für Freie angemahnt. In dem vom DJV-Bundesvorsitzenden Michael Konken und dem stellvertretenden ver.di-Vorsitzenden Frank Werneke unterzeichneten Schreiben betonen die beiden Gewerkschaften, dass die am 1. Februar in Kraft getretenen Vergütungsregeln für alle Zeitungsverlage gelten. Die Mitgliedschaft im Verlegerverband sei dafür nicht ausschlaggebend, heißt es. "Nach unseren Informationen werden die neuen Honorare derzeit allerdings noch nicht durchgängig angewandt. Wir gehen aber davon aus, dass Sie die gesetzliche Verpflichtung zur Zahlung angemessener Honorare annehmen", lautet die Aufforderung in dem Schreiben.
In über sechs Jahre dauernden Verhandlungen hatten DJV und dju mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) gemeinsame Vergütungsregeln für hauptberuflich tätige Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen ausgehandelt. Damit wurden erstmals verbindliche Grundlagen für die angemessene Honorierung von Freien an Tageszeitungen geschaffen. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken sagte: "Die über sechsjährigen Verhandlungen haben sich gelohnt. Die gemeinsamen Vergütungsregeln sind ein wichtiger Schritt zur Sicherung der materiellen Basis freier Journalisten." Ver.di-Vize Frank Werneke erklärte: "Die Vergütungsregeln bringen vielen freien Journalisten und Journalistinnen an Tageszeitungen deutliche Verbesserungen bei der jetzt noch zum Teil beschämend niedrigen Honorierung eigener Artikel. Die Verlage müssen die für alle verbindlich geregelten Mindeststandards schnellstens umsetzen. Dafür werden wir notfalls auch gerichtliche Schritte einleiten."
Erste Erfahrungsberichte von Freien an Tageszeitungen förderten Informationsdefizite in Chefredaktionen und Geschäftsführungen mancher Verlage zutage. Die beiden Journalistengewerkschaften kündigten an, die flächendeckende Anwendung der Vergütungsregeln nachdrücklich einzufordern. +++
12.000 Euro Preisgeld für Beiträge
über das „Kulturland Hessen“
Die Sparda-Bank Hessen lobt in Zusammenarbeit mit dem DJV Hessen
erneut den Hessischen Journalistenpreis aus
10.05.2010 FRANKFURT/M.
Ob bildende Kunst, Film und Medien, Architektur
und Baukunst, Literatur, Musik oder Theater – kaum ein Bundesland
glänzt durch eine so reiche Kulturvielfalt wie Hessen. Journalistische
Beiträge, die das Kulturgut in Hessen in den Fokus stellen, werden in
diesem Jahr im Wettbewerb um den Hessischen Journalistenpreis
gesucht. Unter dem Titel „Kulturland Hessen“ hat die Sparda-Bank
Hessen in Kooperation mit dem Hessischen Journalistenverband nun
zum fünften Mal den mit aktuell 12.000 Euro dotierten Preis ausgelobt.
Mit dem Hessischen Journalistenpreis sollen erneut Redakteurinnen
und Redakteure gewürdigt werden, die ihr Augenmerk auf das Land
Hessen richten und durch ihre Beiträge in den Medien zur Stärkung
der unverwechselbaren Identität Hessens beitragen. Mitmachen
können bundesweit Journalisten der zwei Sparten Print- und Fotojournalismus,
die in den vergangenen zwölf Monaten Beiträge zum
Thema „Kulturland Hessen“ publiziert haben.
Als Höhepunkt zum fünfjährigen Bestehen des Journalistenpreises
wird zudem erstmals eine Persönlichkeit geehrt, die sich durch ihr
bisheriges publizistisches Lebenswerk in besonderer Weise um
Hessen verdient gemacht hat. Über die Vergabe der mit insgesamt
12.000 Euro dotierten Preise entscheidet eine hochkarätig besetzte,
unabhängige Jury aus Vertretern der Wissenschaft und Medienpraxis.
Mehr Informationen zum Hessischen Journalistenpreis der Sparda-
Bank Hessen und des Hessischen Journalistenverbandes finden Sie
unter www.hessischer-journalistenpreis.de. Die Anmeldung und das
Einreichen der Werke sind ab sofort unter der genannten Internet-
Adresse möglich. Die Frist endet am 30. Juni 2010.
Erfolg für die Freien: Gericht kippt Springer-AGB
26.03.2010 BERLIN.
Das Kammergericht Berlin hat am heutigen Freitag der Axel Springer AG im Wege der einstweiligen Verfügung und zugleich durch ein Hauptsacheurteil untersagt, wichtige Passagen ihrer AGB für die freien Journalistinnen und Journalisten des Verlags zu nutzen (Az. 5 U 90/07). Es lehnte damit die Berufung von Springer gegen ein ähnlich lautendes Urteil des Landgerichts Berlin von 2007 ab und ging zugunsten der Freien sogar noch darüber hinaus. Für unzulässig erklärte das Kammergericht vor allem, dass die Nutzung auch durch Dritte erfolgen könne oder die Nutzungsrechte der Urheber auch ohne Zustimmung weiter übertragen werden könnten. Auch die Regelung, dass bei einer werblichen Nutzung der Beiträge eine Vergütung gesondert vereinbart werden kann, aber nicht muss, darf der Verlag nicht weiter nutzen. Gleiches gilt für den Passus, dass bei fehlender Urhebernennung keine gesonderten Ansprüche des Journalisten entstehen.
Anders als das Landgericht untersagte jetzt das Kammergericht ferner die Verwendung einer Klausel, die eine jeweils anwendbare Abschlagstaffel bei mehreren Fotos aus einer Produktion vorsah. Gekippt wurde auch die Bestimmung zu den Ausfallhonoraren, wenn ein Beitrag nicht zum vereinbarten Zeitpunkt abgedruckt wurde. Bei den angegriffenen AGB sind zahlreiche Klauseln vom Verbot betroffen, so dass bis auf weiteres wesentliche Teile der AGB nicht mehr verwendet werden können.
DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken betonte: "Die Richter haben eine klare und unmissverständliche Entscheidung für die freien Journalisten getroffen. Die langen juristischen Auseinandersetzungen haben sich gelohnt." Und dju-Geschäftsführerin Ulrike Maercks-Franzen ergänzte: "Wir hoffen, dass von dem heutigen Urteil Signalwirkung ausgeht. Das Gericht hat allgemeinen Geschäftsbedingungen zu Lasten der Freien einen Riegel vorgeschoben."
DJV und dju in ver.di hatten gemeinsam die Honorarbedingungen von Springer angefochten, die der Verlag Anfang 2007 eingeführt hat. +++
DJV warnt: Vertragsbedingungen der Ärzte Zeitung inakzeptabel
16.03.2010 BERLIN
Der Deutsche Journalisten-Verband warnt vor der Unterzeichnung der neuen Verträge, die von der Ärzte Zeitung Verlags-GmbH, Neu-Isenburg, verschickt werden. Demnach müssen freie Mitarbeiter der Ärzte Zeitung Verlags-GmbH Rechte "in jeder bekannten und unbekannten Nutzungsart" einräumen und ihr die Übertragung dieser Rechte an Unternehmen in der Springer Sciene+Business Media Gruppe ermöglichen. Ein gesondertes angemessenes Honorar für solche zusätzlichen Nutzungen ist im Vertrag dagegen nicht vorgesehen.
"Die entsprechenden Vertragsregelungen sind nicht mit den gesetzlichen Vorgaben des Urheberrechtsgesetzes vereinbar", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Eine Klausel, mit der durch die erste und einzige Vergütung sämtliche vorgesehenen Nutzungen und Verwertungsrechte abgegolten sind, widerspricht dem gesetzlichen Leitbild, wonach Urheber an jeder Nutzung ihrer Werke zu beteiligen sind." Konken forderte den Verlag auf, die strittigen Vertragsklauseln zurückzuziehen. Es sei zudem empörend, dass der Verlag versuche, sich in einem Schreiben an die freien Mitarbeiter auf den DJV zu berufen: "Der Vertrag gibt in keiner Weise wieder, was der DJV von Verlagen erwartet." Der DJV-Vorsitzende verwies dabei auf die seit 1. Februar 2010 geltenden Vergütungsregelungen an Tageszeitungen.
Die Ärzte Zeitung ist eine Tageszeitung mit Sitz in Hessen. Der hessische Verlegerverband hatte sich nicht an den Verhandlungen über die Vergütungsregeln beteiligt. Nach Auffassung des DJV gelten in Hessen aber keine anderen Maßstäbe für die Angemessenheit von Honoraren als in anderen Bundesländern. +++
DJV-Gesamtvorstand stimmt Vergütungsregeln für Freie zu
18.01.2010 WÜRZBURG
Der DJV-Gesamtvorstand hat auf seiner heutigen Sitzung in Würzburg dem Verhandlungsergebnis zwischen den Gewerkschaften DJV und ver.di und dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger über gemeinsame Vergütungsregeln für Freie an Tageszeitungen mit großer Mehrheit zugestimmt. Damit ist von Seiten des DJV der Weg frei für allgemein verbindliche und angemessene Honorare von Freien an Tageszeitungen, die dem BDZV angeschlossen sind. Die Verhandlungen hatten über sechs Jahre gedauert.
Die gemeinsamen Vergütungsregeln sehen für hauptberuflich tätige Freie an Tageszeitungen Vergütungssätze vor, die in der Höhe für Textbeiträge gestaffelt sind und sich unter anderem nach der Auflage der Zeitung und der journalistischen Gattung richten. Sie liegen beim Erstdruck je nach Auflage und Gattung in der Bandbreite zwischen 47 Cent und 1,65 Euro pro Druckzeile, beim Zweitdruck zwischen 38 Cent und 1,25 Euro. Die Mehrfachnutzung von Textbeiträgen muss künftig von den Verlagen auch mehrfach honoriert werden.
Die freien Journalisten können zudem im Gegensatz zu den heutigen Standards des Total-Buy-Out ihre Artikel mehrfach anbieten und zusätzliche Erlöse erzielen. Vereinbaren sie etwas anderes, zum Beispiel die Nutzung des Beitrags im Rahmen einer Mantellieferung, führt diese weitere Nutzung auch zur höheren Vergütung. Auch andere Beteiligungssätze sind fest vereinbart.
"Das ist kein Traumergebnis, aber ein akzeptabler Kompromiss", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Ich hoffe, dass auch die Verhandlungen über Vergütungsregeln für Bildjournalisten bald zu einem Abschluss führen." Für Fotojournalisten ist es bisher nicht gelungen, zu einem endgültigen Ergebnis zu gelangen. DJV und ver.di haben mit dem BDZV weitere Verhandlungen vereinbart und angekündigt, die Schlichtungsstelle anzurufen, wenn keine Einigung zustande kommt.
Die gemeinsamen Vergütungsregeln sollen am 1. Februar in Kraft treten. Sie sind auf der DJV-Homepage nachzulesen unter http://www.djv.de/fileadmin/DJV/Tipps_und_Infos_fuer_Freie_NEU/Gem-Verg%C3%BCtungsregeln-endg.pdf
Nach 6 Jahren Verhandlungen:
Gemeinsame
Vergütungsregeln für Zeitungs-Freie vereinbart
5.01.2010 BERLIN. Nach über sechsjährigen Verhandlungen ist es den Gewerkschaften DJV und ver.di gelungen, mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger gemeinsame Vergütungsregeln für freie Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen zu vereinbaren. Damit sollen verbindliche Grundlagen für die angemessene Honorierung von Freien an Tageszeitungen geschaffen werden. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken bezeichnete die Vergütungsregeln als "wichtigen Schritt auf dem Weg zur Sicherung der materiellen Basis freier Journalisten. Freie sollten die jetzt vereinbarten Honorare in jedem Fall geltend machen, damit Dumpinghonorare und das Feilschen mit dem Verlag über die Höhe des Honorars bald der Vergangenheit angehören."
Die gemeinsamen Vergütungsregeln sehen für hauptberuflich freie Journalisten Vergütungssätze vor, die für alle Verlage Geltung beanspruchen, da sie nach dem Urhebergesetz angemessen sind. Die Honorarhöhen sind für Textbeiträge gestaffelt nach der Auflage der Zeitung und unterteilt in journalistische Gattungen. Sie liegen beim Erstdruck je nach Auflage und Gattung in der Bandbreite zwischen 47 Cent und 1,65 Euro pro Druckzeile, beim Zweitdruck zwischen 38 Cent und 1,25 Euro. Zeitungsverleger und Gewerkschaften sehen diese Honorarhöhen als angemessen an. Liegen Honorare bereits heute über diesen Sätzen, gehen beide Vertragsseiten davon aus, dass die bestehenden Sätze bei der jeweiligen Tageszeitung der Maßstab für die Angemessenheit der Honorierung sind. Über die Angemessenheit von Honoraren war es in der Vergangenheit immer wieder zu juristischen Auseinandersetzungen gekommen.
Für Fotojournalisten ist es bisher nicht gelungen, zu einem endgültigen Ergebnis zu gelangen. DJV und ver.di haben mit dem BDZV weitere Verhandlungen vereinbart und angekündigt, die Schlichtungsstelle anzurufen, wenn keine Einigung zustande kommt.
Dem Verhandlungsergebnis müssen die zuständigen Gremien der Verbände, beim DJV der DJV-Gesamtvorstand, noch zustimmen. Die gemeinsamen Vergütungsregeln sollen am 1. Februar in Kraft treten. Sie sind auf der DJV-Homepage nachzulesen unter
http://www.djv.de/fileadmin/DJV/Tipps_und_Infos_fuer_Freie_NEU/Gem-Verg%C3%BCtungsregeln-endg.pdf
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Zeitungen: Bald faire Freien-Honorare?
17.12.2009 BERLIN. Die Verhandlungen über angemessene Honorare für freie Journalisten an Tageszeitungen sind beendet. Die Argumente sind ausgetauscht. Gremien der Verleger und der Journalistenorganisationen werden im Januar über den Abschluss entscheiden. Ab dem 1. Februar sollen die neuen gemeinsamen Vergütungsregeln gelten. Allerdings mit einem erheblichen Wermutstropfen: Über die Angemessenheit von Fotohonoraren wurde noch kein Konsens erzielt. Nach einer Karenzzeit soll Anfang 2011 über die Höhe angemessener Fotohonorare weiter verhandelt werden.
DJV-Verhandlungsführer Benno H. Pöppelmann, Justiziar des DJV-Bundesverbandes, meint dazu: „Jetzt kommt es darauf an, dass das Verhandlungsergebnis auch bei den zuständigen Verbandsgremien beider Seiten Zustimmung findet. Für verfrühten Optimismus ist kein Platz. Dazu waren die Auseinandersetzungen mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) zu lang und zu schwierig.“ Die Verhandlungen zwischen den Journalistenorganisationen DJV sowie dju in ver.di und dem BDZV hatten 2003 begonnen. In über 40 Verhandlungsrunden wurde über faire Vertragsbedingungen und Honorare diskutiert.
Der Text der gemeinsamen Vergütungsregeln und die genauen Tabellenwerte im Bereich Wort werden Anfang Januar auf der Homepage des DJV veröffentlicht, wenn die Redaktion der Textfassung und der Tabellenwerte stattgefunden hat. Soviel steht aber schon fest: Die Zeilenhonorare werden nicht ganz das Niveau des Tarifvertrags für arbeitnehmerähnliche Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen erreichen, sondern zwischen zehn und fünfzehn Prozent darunter liegen. Da von diesen „12-a-Honoraren“ bisher aber nur eine kleine Minderheit von Freien bei Tageszeitungen profitiert hat und die tatsächlichen Texthonorare pro Zeile häufig deutlich unter diesem Niveau liegen, ist das gleichwohl eine Verbesserung für die meisten freien Journalisten, die für Tageszeitungen arbeiten.
Bei Mehrfachnutzungen innerhalb von Zeitungen wird es ebenfalls eine klare Regelung geben. Ab einer Auflage von 300.000 Exemplaren wird es bei redaktioneller Zusammenarbeit oder Zulieferung außerhalb von Mantellieferungen und Redaktionsgemeinschaften Honoraraufschläge von 40 Prozent nach der jeweiligen Auflage geben. Außerdem sollen Journalisten 55 Prozent der Erlöse für Nutzungen in externen Datenbanken wie zum Beispiel GBI-Genios erhalten.
Bei den Fotohonoraren erst einmal Stoppschild
Bisher nicht erfolgreich waren die Verhandlungen zu den Fotohonoraren. Eine Einigung konnte mit dem BDZV noch nicht erzielt werden. Zu gering ist das Angebot der Verlegerseite, das mit etwa 35 bis 60 Prozent des tarifvertraglichen Bildhonorars zu völlig unangemessenen Preisen geführt hätte. Um das Scheitern der Verhandlungen an diesem Punkt zu verhindern, wurde ein „Moratorium“ vereinbart, das bis Ende des Jahres 2010 dauern soll. Ab Anfang 2011 soll erneut, allerdings maximal neun Monate lang, verhandelt werden. Sollte es dann zu keiner Einigung kommen, müsste ein Schlichtungsverfahren eingeleitet werden.
Generelle Bedeutung der Verhandlungen
Durch das Urhebervertragsgesetz, das auch auf Initiative des DJV im Jahr 2002 eingeführt wurde, gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf angemessene Honorare und Vertragsbedingungen. Dieser Anspruch kann durch Einzelverfahren eingeklagt werden. Gleichzeitig ist die Möglichkeit vorgesehen, dass Verbände der Verwerter und der Urheber eine gemeinsame Vergütungsregelung vereinbaren können, mit der die Angemessenheit rechtssicher geklärt werden kann. Ohne eine solche klare gesetzliche Grundlage würde eine Vereinbarung im Übrigen gegen das Kartell- und Wettbewerbsrecht verstoßen.
Wenn die Vergütungsregelung in Kraft tritt, gelten ihre Grundsätze für alle hauptberuflichen freien Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen. Wer dazu gehört, wird ebenfalls in der Vergütungsordnung geregelt.
Im Bereich der Zeitschriften sind die Verhandlungen mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) dagegen noch nicht abgeschlossen. Eine ausführliche Darstellung der Regelung wird rechtzeitig vor dem geplanten Inkrafttreten am 1. Februar 2010 erfolgen. (Michael Hirschler) +++
DJV: Paritätische Finanzierung des Krankengelds erhalten!
30.09.2009 BERLIN. Der DJV fordert die Unionsparteien und die FDP auf, das Krankengeld für Arbeitnehmer und freie Mitarbeiter zu erhalten. "Die Experimente der Großen Koalition mit dem Krankengeld bei unständig Beschäftigten und hauptberuflich Selbständigen haben gezeigt, dass das Krankengeld für sozialpolitische Experimente nicht taugt", betonte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Das Krankengeld müsse in der heutigen Form der paritätischen Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer erhalten bleiben. Gleiches gelte für das Krankengeld der Mitglieder der Künstlersozialkasse, bei dem die Kosten durch Künstlersozialkasse und die freiberuflich Tätigen je zur Hälfte getragen werden.
"Eine Regierung, die Entlastung verspricht, darf Arbeitnehmer, unständig Beschäftigte und Selbständige nicht stärker belasten", so Konken. "Das System von Krankengeld-Wahltarifen führt zur Nichtversicherung breiter Kreise und damit dem sozialen Absturz im Fall der Krankheit". Der DJV Vorsitzende verwies darauf, dass das zum Jahresanfang 2009 eingeführte System von Wahltarifen bereits zum August 2009 reformiert werden musste und in vielen Fällen dazu geführt hat, dass gesetzlich Versicherte überhaupt keinen Krankengeldanspruch mehr haben.
Laut Medienberichten wird zwischen den zukünftigen Koalitionsparteien darüber diskutiert, das Krankengeld, das die Kassen ab der siebten Krankheitswoche nach Fortfall der Entgeltfortzahlung durch die Arbeitgeber zahlen, privat abzusichern. +++
TERMIN 30.09.2009: Frist für Wahlerklärung zum Krankengeld läuft ab
24.09.2009 BERLIN. Freie Mitarbeiter, die über ihren Sender als Beschäftigte versichert sind, sollten bis zum 30. September 2009 eine Wahlerklärung für Krankengeld bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse abgeben. Gleiches gilt für solche Selbständigen, die nicht Mitglied der Künstlersozialkasse sind. Darauf macht der Deutsche Journalisten-Verband aufmerksam. Wer die Frist versäumt, riskiert Karenzzeiten für die Anspruchsberechtigung.
Die "Wahlerklärung Krankengeld" sichert den Anspruch auf Krankengeld ab der 7. Woche. Diese Erklärung darf nicht mit Wahltarifen verwechselt werden, die in der Regel nur in den ersten sechs Wochen Leistungen bieten. "Schützen Sie sich und Ihre Familien im Krankheitsfall. Irgendjemand muss Ihre Miete, aber auch die Krankenversicherung selbst bezahlen. Mit Krankengeld wird das abgesichert", forderte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken die freien Journalistinnen und Journalisten auf. Nur Mitglieder der Künstlersozialkasse müssten die Wahlerklärung nicht in Anspruch nehmen, da sie automatisch ab der 7. Woche Krankengeld versichert hätten. Freilich stelle sich auch für diese Gruppe die Frage, ob sie Wahltarife für Krankengeld für die ersten sechs Wochen wählen müsse.
Der DJV stellt auf seinen Internetseiten unter http://frei.djv-online.de ein ausführliches Info zum Thema bereit. Gesetzlich Versicherte sollten sich direkt mit dem Service ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen. Der DJV bietet zusätzlich Hotlines zum gesetzlichen Krankengeld an. Vom 28. bis 30. September 2009 von 10 Uhr bis 16 Uhr: DJV-V&S-Versicherungsservice Helge Kühl, Tel. 04346 / 296 02 00, außerdem eine Beratung per E-Mail: info@helgekuehl.de. Außerdem am 28. und am 30. September 2009: DJV-Referat Freie Journalisten, Tel.: 0228 / 201 72 18. E-Mail-Beratung: hir@djv.de.
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DJV errang Sieg für Fotojournalisten
vor Landgericht über Heinrich Bauer Achat KG
23.09.2009 HAMBURG. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat vor dem Landgericht Hamburg eine Einstweilige Verfügung gegen die Heinrich Bauer Achat KG erwirkt. Nach dem Richterspruch vom 22. September sind wesentliche Regelungen in Bauer-Verträgen mit freien Fotojournalistinnen und -journalisten rechtswidrig. Dazu gehören vor allem die Honorarbedingungen, die der Verlag zu Lasten seiner Freien ersonnen hatte. Die Vereinbarung eines Pauschalhonorars, mit dem sämtliche Leistungen und Rechte abgegolten werden sollten, ist ebenso unzulässig wie die Bedingung, wonach mit dem Pauschalhonorar auch zukünftige verwandte Schutzrechte des Verlages und die Nutzung durch Dritte bezahlt sein sollten.
Die vom Gericht monierten Bedingungen des Verlags waren weder redlich noch angemessen. Untersagt worden ist auch die Regelung, die die Verwendung der Fotos für werbliche Zwecke erlaubt. Schließlich hat das Gericht auch die vom Verlag verwendete Haftungsklausel für rechtswidrig erklärt. Danach sollten die Fotografen den Verlag auf dessen Anforderung von fast allen Kosten durch Dritte freistellen.
„Die Einstweilige Verfügung ist ein Sieg für die Fotojournalisten“, erklärte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Der Richterspruch stärkt die Rechte der Urheber in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.“ Und dju-Bundesgeschäftsführerin Ulrike Maercks-Franzen, die das Verfahren des DJV verbandspolitisch unterstützte, fügte hinzu: „Bauer wäre gut beraten, die Fotojournalisten als Partner und nicht als Objekte überzogener Renditeerwartungen zu behandeln.“
Der DJV hatte die Einstweilige Verfügung gegen die Vertragsbedingungen von Bauer beantragt, um die Rechte der Fotojournalisten durchzusetzen. „Der Verlag wird die Fotografen jetzt nach den gesetzlichen Regelungen, also angemessen, honorieren müssen, will er die von ihm beanspruchten Rechte nutzen“, gab sich der DJV-Vorsitzende zufrieden. +++
DJV-Kongress zum "Öffentlichkeit machen" Ende September
07.09.2009 BERLIN Rund 150 Journalistinnen und Journalisten aus ganz Deutschland erwartet der Deutsche Journalisten-Verband am 25./26. September bei seiner Fachtagung "Öffentlichkeit machen" in Köln. Die Veranstaltung will die Chancen von Journalisten in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aufzeigen, das Verhältnis von Journalisten und PR-Leuten unter die Lupe nehmen und aktuelle Entwicklungen in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit beleuchten. Dabei sollen auch die Arbeitsmöglichkeiten von freien Journalisten thematisiert werden.
Impulsreferate, fünf Workshops und zwei Podiumsdiskussionen stehen den Teilnehmern in Köln zur Verfügung, um das "Öffentlichkeit machen" zu vertiefen. Insgesamt 19 Referenten aus Journalismus sowie Politik- und Wirtschaftskommunikation werden die DJV-Fachtagung als Experten begleiten. Mit von der Partie sind etwa die Kommunikationschefs von Deutscher Bahn und Deutscher Post, Oliver Schumacher und Christoph Ehrhart, Volker Gaßner von Greenpeace, der hessische Regierungssprecher Dirk Metz, Kommunikationsberater Klaus Kocks und der Journalismus-Experte Klaus Kresse. Inhaltlich vorbereitet wurde die Tagung von den DJV-Fachausschüssen Freie Journalisten sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken, der die Teilnehmer am 25. September in Köln begrüßen wird, sagte: "Die hohe Zahl der Anmeldungen zeigt, dass ,Öffentlichkeit machen' den Nerv der Kolleginnen und Kollegen trifft. Ich verspreche mir von der Tagung Impulse für die Arbeit des DJV."
Die DJV-Fachtagung "Öffentlichkeit machen" findet am 25./26. September 2009 im Kölner Marriott-Hotel statt. Berichterstatter melden sich bitte zuvor per Mail an djv@djv.de formlos an. Das Programm der Tagung sowie organisatorische Hinweise sind auf der Homepage www.djv.de zu finden. + + +
CDU/SPD-Koalition lässt Freie beim Krankengeld im Stich
16.06.2009 BERLIN. "Die Große Koalition lässt die freien Journalisten im Stich", kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken die heutige Entscheidung des Gesundheitsausschusses zur Reform des Krankengeldanspruchs für unständig Beschäftigte und KSK-Versicherte. Mehrheitlich hatte sich der Ausschuss dagegen ausgesprochen, Krankengeld für Freie wieder ab dem ersten Krankheitstag einzuführen. "Der gesetzliche Krankengeldanspruch muss in der bis Ende letzten Jahres geltenden Weise wiederhergestellt werden. Sonst bleiben viele Freie in Zukunft ohne ausreichenden Schutz. Die von der Großen Koalition geplanten Wahltarife sind Murks."
Konken wies die Kritik von SPD-Politikerinnen an der CDU/CSU als "Augenwischerei" zurück. Die Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur und Medien Monika Griefahn und die Sprecherin der Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion Carola Reimann hatten in einer Presseerklärung am heutigen Mittwoch die Verantwortung auf den Koalitionspartner geschoben. "Wenn es den SPD-Abgeordneten mit ihrem Engagement für die Freien ernst ist, sollen sie vom Fraktionszwang abweichen und den Antrag der Grünen-Fraktion unterstützen." Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen fordert in ihrem Antrag die Rückkehr zum alten Recht.
Der DJV, ver.di, die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeber und der Bundesrat hatten die Rückkehr zum alten Recht gefordert. Danach hatten unständig Beschäftigte Anspruch auf gesetzliches Krankengeld ab dem ersten Tag und die nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz Versicherten Anspruch ab der dritten Woche. Die von Krankenkassen angebotenen Wahltarife sorgen dagegen für eine dreijährige Zwangsbindung an die Kassen, sind in steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht gesetzlich nicht klar geregelt und fallen zum Teil extrem teuer aus. +++
Krankengeld für Freie: DJV schreibt an Fraktionen
09.06.2009 BERLIN. Freie Journalistinnen und Journalisten, die als so genannte unständig Beschäftigte tätig sind, sollten vom ersten Krankheitstag an Krankengeld erhalten. Für die in der Künstlersozialkasse versicherten Freien muss das Krankengeld wieder ab der dritten Woche gezahlt werden. Das hat der Deutsche Journalisten-Verband in einem Brief an die Vorsitzenden der Regierungsfraktionen gefordert. Der DJV appelliert in dem Schreiben, diese klaren Regelungen wieder einzuführen, die so bereits bis Ende letzten Jahres galten. Eine Neuregelung der Bundesregierung sieht hingegen vor, dass die Freien erst ab der siebten Woche Krankengeld erhalten sollen. Für die ersten Krankheitswochen sollen nach der Regierungsvorlage freie Journalisten Wahltarife bei den Krankenkassen abschließen.
Die neuen Regelungen zum Krankengeld haben in vielen deutschen Rundfunkanstalten die freien Mitarbeiter weitgehend schutzlos gestellt. Da sie nicht unter das Entgeltfortzahlungsgesetz fallen, die neu eingeführten Wahltarife aber teuer und unklar geregelt sind, erhalten sie in vielen Fällen keine Leistungen bei Krankheit. Bereits über 2.000 betroffene freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen Appell an den Bundestag unterschrieben, in dem eine Änderung der Rechtslage gefordert wird. Auch der Bundesrat hat sich für eine Rückkehr zur alten Regelung ausgesprochen.
"Der Gesetzgeber muss seiner sozialpolitischen Verantwortung für unsere Kollegen gerecht werden und die Regelung der Bundesregierung aufheben", forderte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Er hoffe darauf, dass die Fraktionsvorsitzenden ein klares politisches Signal setzten.
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DJV gegen Unterschiede bei Arbeitslosenversicherung
18.05.2009 BERLIN. Der Deutsche Journalisten-Verband hält die geplante Änderung des Arbeitslosenversicherungsrechts zu Gunsten unregelmäßig beschäftigter freier Mitarbeiter für unzureichend. Der DJV kritisiert insbesondere, dass der Gesetzgeber eine Verdienstobergrenze für den Zugang zur Arbeitslosenversicherung einführen will. "Damit würden gut verdienende Freie diskriminiert", erklärte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "In Deutschland haben Arbeitnehmer selbst bei Gehältern über der Beitragsbemessungsgrenze einen Anspruch auf Arbeitslosengeld." Es sei unfair, dass die freien Mitarbeiter zwar einzahlen wie alle anderen, aber schon ab einem Einkommen über 30.240 Euro jährlich ihren Anspruch verlieren sollten. Konken: "Die Arbeitslosenversicherung muss für alle Beitragszahler da sein."
Konken betonte, dass der DJV die geplante Reform im Kern durchaus befürworte. Allerdings gebe es viele Freie im Rundfunk, die knapp oberhalb dieser Grenze verdienten. "Nach unseren Erkenntnissen verdienen Freie im Rundfunk durchschnittlich um die 33.000 Euro im Jahr. Damit fallen viele aus dem System heraus, obwohl sie permanent an die Arbeitslosenversicherung Beiträge abführen müssen", kritisierte der DJV-Bundesvorsitzende.
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Für die PR in der Region:
„Schnitzel-Käufer im Schweinestall überzeugen“
20.04.2009 OFFENBACH.
"Die Finanzkrise wirkt bereits im Lokalen", stellte Wolfgang Kiesel zu Beginn des Workshops für freie Journalisten in einem Offenbacher Hotel fest. Die Zahlen sprächen für sich: 2,2 Millionen Kurzarbeiter aus 60.000 Betrieben bundesweit verzichteten auf etwa ein Fünftel ihres Nettoeinkommens. Verlierer der Abwrackprämie seien Werkstätten und TÜV. Was ändert sich in der journalistischen Öffentlichkeitsarbeit? Wo stehen die Journalisten in diesem Zusammenhang? Schreiben in der Krise: Was wird anders? Wie beraten wir Mittelständler, Organisationen, Politik? Welche Instrumente für welche Zielgruppen? Wie trennen wir zwischen der Öffentlichkeitsarbeit und unserem journalistischen Ethos? Wie kommen wir zu neuen Auftraggebern - wie „werben“ wir für uns selbst? – All diese Fragen versuchte Wolfgang Kiesel in seinem Workshop zu beantworten.
Zuerst sollten wir uns darüber im Klaren sein, was wir selber darstellen: Wer bin ich? Woher komme ich? Wie ordne ich mich beruflich selbst ein? Welche Felder in der Öffentlichkeitsarbeit bediene ich? Haben meine Auftraggeber bereits die Krise gespürt? Ist die Krise auch schon bei mir angekommen? "Nur wenn wir uns selbst diese Fragen beantworten, können wir uns auf unsere Aufgaben konzentrieren," sagte Kiesel und ergänzte, "wir sollen uns jetzt anders verhalten als bisher". Geschichten seien wichtiger als Fakten, denn Authentizität entstehe u.a. durch Menschen und ihre Geschichten. Das mache den Auftraggeber unverwechselbar. "Werbung sind Marken – PR Köpfe und Personen!" Jetzt komme es darauf an, Galionsfiguren zu schaffen, Transparenz herzustellen, den Blick hinter die Kulissen zu erlauben, schlug Kiesel vor. Und Zielgruppen seien die Mitarbeiter, Banker, Lieferanten, Behörden und Kunden.
Der internen Kommunikation komme in diesen Wochen eine besondere Bedeutung zu. Gerüchte, Unsicherheiten, Abbau von Leiharbeitern trotz guter Beschäftigungslage, Sparprogramme – eine gut informierte Belegschaft fühle sich sicherer und arbeite effektiver. "Zuversicht transportieren, Gerüchte gerade rücken - das sind jetzt unsere Aufgaben," erklärte Wolfgang Kiesel. Wer alle seine Mitarbeiter am Arbeitsplatz elektronisch erreiche, sollte mindestens einmal wöchentlich eine journalistisch aufgemachte Mitarbeiter-Zeitung, Intranet-Info oder einen Newsletter produzieren. Auch die Betriebsversammlungen müssten unter PR- und Imagegesichtspunkten geplant und durchgeführt werden. Flugblätter mit den schriftlich dargestellten Entscheidungen der Geschäftsleitung seien ebenfalls nötig.
Auch ohne selbst in der Finanzklemme zu stecken, benötigten mittelständische Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Non-Profit-Organisationen erstklassige Kontakte zu ihren Bankern. Jetzt komme es darauf an, Transparenz herzustellen, Leistungsfähigkeit zu demonstrieren und ein geschlossenen Bild - inklusive der Mitarbeiter und des Betriebsrates - abzugeben, betonte der Referent. "Unsere Aufgabe ist jetzt, das Image unserer Auftraggeber zu formulieren und zu transportieren", so Kiesel.
Die Krise habe auch die Selbstdarstellung verändert: Wer gestern bei den Kunden noch mit globaler Leistungsfähigkeit prahlte, weise heute auf seine Bodenständigkeit, auf Regionalität und die Seriosität seines Geschäftes hin. „Wir überzeugen den Schnitzel-Käufer im Schweinestall!" zitierte Kiesel einen Metzger. Daher sei aber auch die Multiplikatoren-Information wichtiger denn je. Die Medieninformation von gestern gehöre heute den Multiplikatoren, sagte Kiesel und meinte damit, dass die Pressetexte von den Profis, also Journalisten, formuliert werden sollten. Bei der Formulierung der Medieninformationen benötigten die Journalisten klare Botschaften mit Hintergründen, authentische Gesprächspartner und Zitate. Entscheidend für den Erfolg der Abdrucke sei die Vertrauensgrundlage zwischen PR-Absender, Redaktion und dem dargestellten Unternehmen. Dabei sollten die Online-Medien nicht vernachlässigt werden, denn Mitarbeiter- oder Multiplikatoren-Medien könnten größte Wirkung und Geschwindigkeit vorweisen. (rk)
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DJV appelliert an Verleger: Nicht an den Freien sparen!
24.03.2009 BERLIN. Der Deutsche Journalisten-Verband hat an die Zeitungs- und Zeitschriftenverleger appelliert, die freie journalistische Mitarbeit endlich leistungsgerecht zu vergüten und den freien Journalistinnen und Journalisten eine langfristige Perspektive bei ihren Blättern zu bieten. "Ohne die Freien könnte kaum eine Zeitung oder Zeitschrift im gewohnten Umfang dauerhaft weiter erscheinen", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Dafür sei nicht zuletzt der stetige Personalabbau in den Redaktionen durch die Verleger in den zurückliegenden Jahren maßgeblich.
Der DJV-Vorsitzende kritisierte die Versuche mancher Verlage, die Honorare für die Freien zu kürzen. Seit Beginn der Wirtschaftskrise nehme diese Tendenz ebenso zu wie schleppende Honorarzahlungen. Das geht aus der Konjunkturumfrage hervor, die der DJV unter freien Journalisten in den letzten Wochen durchgeführt hat. Über Versuche des Honorardumpings klagten 32 Prozent der Befragten, schleppende Honorarzahlungen stellten 25 Prozent fest. Einen signifikanten Auftragseinbruch seit Sommer 2008 meldete jeder dritte Freie. Die stärksten Rückgänge waren bei den Tageszeitungen (43 Prozent der Befragten mit signifikantem Auftragseinbruch), den Fachzeitschriften (35 Prozent) und den Publikumszeitschriften (24 Prozent) zu verzeichnen. Die wenigsten Veränderungen (drei Prozent) traten bei den Nachrichtenagenturen ein.
Noch schlechter ist die Lage der freien Bildjournalisten. 51 Prozent von ihnen gaben an, in spürbarem Umfang Aufträge verloren zu haben. Auch hier entfielen die meisten Nennungen auf die Tageszeitungen (63 Prozent). Der DJV-Umfrage zufolge lag das Durchschnittseinkommen der freien Journalistinnen und Journalisten bei Ausbruch der Wirtschaftskrise bei 24.436 Euro pro Jahr.
Die Auswertung der DJV-Umfrage unter den freien Journalistinnen und Journalisten ist auf der DJV-Homepage unter folgendem Link zu finden:
http://www.djv.de/fileadmin/DJV/Journalismus_praktisch/Arbeitsfelder/Arbeitsfelder_
Freie/Infos/freienumfrage2009.pdf +++
DJV: Änderungen zum Krankengeld sind nicht ausreichend
18.12.2008 BERLIN.
Der Deutsche Journalisten-Verband hat die heute im Bundeskabinett beschlossenen Änderungen des Krankengelds als nicht ausreichend für viele freie Journalistinnen und Journalisten bezeichnet. Sie seien nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. Als positiv bewertete der DJV die Wiedereinführung des Krankengelds ab der siebten Woche für freiwillig Versicherte. Dieser Personenkreis kann nach der heute beschlossenen Regelung zwischen dem gesetzlichen Krankengeld zum allgemeinen Beitragssatz und einem Wahltarif wählen.
"Damit ist das Kabinett einer wichtigen Forderung des DJV für viele Freien gefolgt, die wir bereits vor Monaten erhoben haben", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Er kritisierte jedoch, dass der Beginn der Ansprüche für die so genannten unständig und befristet Beschäftigten erst in der siebten Woche liegt. "Das ist zu spät. Denn wer das Krankengeld vorher braucht und nicht durch einen Tarifvertrag abgesichert ist, kann nur in einen Wahltarif ausweichen." Bei den Wahltarifen sei zu begrüßen, dass die Altersstaffelung vom Tisch sei. Der DJV-Vorsitzende forderte den Gesetzgeber auf, das Krankengeld für unständig Beschäftigte vom ersten Tag an einzuführen.
Trotz der aktuellen Änderungen bleibt der DJV bei seiner Empfehlung an die freien Journalistinnen und Journalisten, sich an ihre Bundestagsabgeordneten zu wenden und auf weiter gehende Verbesserungen zu pochen. Einen entsprechenden Aufruf hatte der DJV vor einigen Wochen gestartet. +++
Krankengeld für Rundfunkfreie muss bleiben
15.12.2008 BERLIN.
Das Krankengeld für die so genannten unständig Beschäftigten im Rundfunk muss auch über den 1. Januar 2009 hinaus erhalten bleiben. Diesen Appell richtete der Deutsche Journalisten-Verband an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Die Abgeordneten sollten einen entsprechenden Vorstoß des Bundesministeriums für Gesundheit kurzfristig passieren lassen, forderte der DJV.
Nach der zum Jahreswechsel in Kraft tretenden Gesundheitsreform stand zunächst zu befürchten, dass die freien Journalistinnen und Journalisten an Rundfunkanstalten das Krankengeld mit Hilfe von Wahltarifen selbst versichern müssten. "Das hätte zu Einschränkungen im Versicherungsschutz vieler Freien geführt", kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Nach einem Gespräch mit dem DJV Anfang Dezember regte das Gesundheitsministerium gegenüber der Regierungskoalition an, den unständig Beschäftigten Krankengeld vom ersten Tag an zu bezahlen, wenn sie den einheitlichen Krankenkassenbeitrag von 15,5 Prozent entrichten. Der DJV-Vorsitzende bezeichnete den Vorschlag des Ministeriums eine "vernünftige Lösung für die Freien". Es sei nun an den Regierungsfraktionen, "kurzfristig den Weg frei zu machen für diese notwendige und spürbare Verbesserung". +++
DJV-Gesamtvorstand stimmt einstimmig jüngsten Tarifabschlüssen zu
26.11.2008 HANNOVER.
Der Gesamtvorstand des DJV als "Große Tarifkommission des Deutschen Journalisten-Verbandes" - ihr gehören neben dem siebenköpfigen Bundesvorstand die Vorsitzenden der 18 DJV-Landesverbände an - hat am heutigen Mittwoch in Hannover einstimmig den Tarifabschlüssen für Redakteure an Tageszeitungen und Zeitschriften sowie für arbeitnehmerähnliche Freie an Zeitungen zugestimmt. Alle drei Tarifverträge wurden rückwirkend zum 1.August 2008 in Kraft gesetzt und laufen bis zum 31. Juli 2010.
Nach ausführlicher Diskussion wurden die Ergebnisse der Tarifrunden mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) angenommen.
Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen erhalten erstmals im November 2,4 Prozent mehr Gehalt sowie im Dezember eine Einmalzahlung von 0,6 Prozent (auf 13,75 Bruttomonatsgehälter). Im Oktober 2009 folgt eine weitere Anhebung der Gehälter um 1,6 Prozent.
Auch Zeitschriftenredakteurinnen und -redakteure bekommen 2,4 Prozent mehr Gehalt ab November und ebenfalls weitere 1,6 Prozent ab Oktober 2009. Darüber hinaus erhalten diejenigen Zeitschriftenredakteure im Dezember eine Einmalzahlung von 300 Euro, die am 1. August 2008 bereits bei ihrem Verlag gearbeitet haben. Neue Mitarbeiter ab 1. September erhalten 200 Euro, ab 1.Oktober 100 Euro. Volontäre bekommen 50 Prozent der Einmalzahlung. Auf Teilzeitkräfte wird sie entsprechend der Arbeitszeit aufgeteilt.
Arbeitnehmerähnliche freie Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen erhalten auf der Grundlage des 12a-Tarifvertrags im Volumen 3,7 Prozent mehr Honorar, die wirksam in die Honorartabelle eingerechnet werden. Zunächst gibt es ab Dezember 2,4 Prozent mehr Honorar, weitere plus 1,6 Prozent ab Mai 2009. Die erste Zahlung von 2,4 Prozent mehr Honorar erfolgt erst einen Monat später als bei den Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteuren, da eine frühere Auszahlung in der Praxis zu Schwierigkeiten führen könnte. Die Erhöhung um 1,6 Prozent bekommen die Freien allerdings schon fünf Monate früher als die Zeitungsredakteure. So kann die Einmalzahlung von 0,6 Prozent von 13,75 Monatsgehältern ausgeglichen werden, die nur Redakteure erhalten.
DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken betonte nach der Annahme der Tarifabschlüsse im Gesamtvorstand mit Blick in die Zukunft: "Unser nächstes Ziel ist, die Onlineredakteure in die Tarifverträge zu integrieren". Es sei jetzt außerdem wichtig, so Konken, "dass wir darum kämpfen, dass sich die Flächentarifverträge während der aufziehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten mancher Verlage behaupten können." +++
12a-Tarifvertrag: DJV fordert spürbare Erhöhung für Freie
21.10.2008 BERLIN.
Mit der Forderung nach einer spürbaren Erhöhung der Honorare für die arbeitnehmerähnlichen freien Journalistinnen und Journalisten geht der Deutsche Journalisten-Verband in die Verhandlungen mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger über den so genannten 12a-Tarifvertrag, die am kommenden Montag in Berlin stattfinden. "Das Tarifergebnis muss die große Bedeutung der Freien widerspiegeln, die für die Arbeit der Zeitungsredaktionen längst unverzichtbar geworden sind", erklärte DJV-Verhandlungsführer Hubert Engeroff. Er erwarte Honorarerhöhungen im Volumen des Gehaltsabschlusses der Zeitungsredakteure vom 10. November, der 2,4 Prozent mehr Gehalt ab November, weitere plus 1,6 Prozent ab Oktober 2009 sowie eine Einmalzahlung von 0,6 Prozent eines Bruttomonatsgehalts mal 13,75 im Dezember 2008 vorsieht. "Anstelle einer Einmalzahlung sollte für die Freien eine dauerhafte, tabellenwirksame Umlage auf die höheren Honorare vereinbart werden", forderte Engeroff.
Die Verhandlung des 12a-Tarifvertrags für die arbeitnehmerähnlichen Freien an Tageszeitungen findet statt am Montag 24.11. in der BDZV-Geschäftsstelle in Berlin. +++
Schärfen, aufhellen, ausschneiden
...mit Workshop Digitale Bildbearbeitung "den Nagel auf den Kopf getroffen"
11.10.2008 FULDA.
Es gibt wohl nur noch wenige freie Journalisten, die sich den reinen Textjournalismus leisten können. Im Gegenteil, es wird immer mehr zur Selbstverständlichkeit, dass das Bild mitgeliefert wird. So ist es nicht nur für Fotojournalisten, sondern auch für den „Allrounder“ ein Muss, sich in der Bildbearbeitung grundlegende Kenntnisse an zueignen. Und wie sehr dieses Thema interessierte, zeigte Anfang Oktober der eintägige Workshop im IT- und Gründerzentrum (ITZ) Fulda: ein voller Konferenzraum - und knapp 30 Kolleginnen und Kollegen aus allen Regionen Hessens.
Der mit hohem Fachwissen angetretene Referent Karl Heinz Schmitt aus Dresden hatte nun die fast unlösbare Aufgabe, das komplexe Thema einer Gruppe von Journalisten zu vermitteln, die einen völlig unterschiedlichen Wissensstand und Qualitätsanspruch haben.
So war die Schulung der grundlegenden Funktionen für manchen verschwendete Zeit. Zitat: „Wer einen solchen Workshop besucht muss sich schon zu Hause vorbereiten „- Allerdings zeigte die Vielfalt an Fragen zu den Grundfunktionen, dass es schon enorme Wissenslücken gab, die zuerst einmal behoben werden mussten.
Der Titel des Workshops - Grundkurs digitaler Bildbearbeitung- wurde hier von manchen Teilnehmer sehr wörtlich genommen. Das Programm CS3 von Adobe war die Grundlage des Workshops. Mit der 30 Tage - Testversion war es allen Teilnehmern möglich das sehr komplexe, aber nicht gerade billige Programm zu nutzen. In der Praxis wird es wohl nur von Könnern angewendet. Viele der Anwesenden arbeiten mit den billigeren, abgespeckten Versionen von Adobe oder anderen Anbietern, bei denen die Grundfunktionen wie Filteranwendungen, schneiden, Korrektur von Belichtung und Farben, Pinsel und Radiergummi, Lasso und Ebenenfunktionen auch vorhanden sind - und die es zu beherrschen gilt.
Die Profi-Software sollte in diesen Fall wirklich den Experten überlassen werden. Es war sehr beeindruckend, als der Referent auf Fragen der Teilnehmer, dem Programm wahre Wunder entlockte. Nachvollziehen konnte es allerdings kaum jemand. Es ist für Anfänger interessant zu hören, was alles mit dem Programm möglich ist, aber leider fehlten den meisten das Grundverständnis. Wie immer, wenn es spannend ist, vergeht die Zeit sehr schnell, viele der interessanten Fragen sind erst nach dem offiziellen Schluss gestellt und beantwortet worden - der Referent zeigte dankenswerter Weise viel Geduld.
Die meisten Teilnehmer waren sich darüber einig, dass man den Workshop ausbauen, vielleicht in einer etwas anderen Form wiederholen sollte. Die große Nachfrage und das zahlreiche Erscheinen zeigt, dass man mit dem Thema den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Jetzt sollte er nur noch in das Brett geschlagen werden. (ERICH MAURACHER) +++
Die KSK wird weiter "angeschossen" - Diskussion auf Photokina
27.09.2008 KÖLN. Das Agitieren gegen die Künstlersozialkasse (KSK) geht weiter, auch wenn der Bundesrat am 19. September den Antrag ablehnte, die KSK abzuschaffen oder zumindest "arbeitnehmerfreundlich zu reformieren". Dabei ist ein zeitlicher Zusammenhang nicht zu übersehen: Die Kampagne gegen die KSK wird mit mehr Energie geführt, seit die KSK schärfer bei der zahlungspflichtigen Unternehmen kontrolliert.
Dass das Thema mit der Bundesratssitzung nicht aus der Welt ist, zeigte wenige Tage eine Podiumsdiskussion am 25. September auf der photokina: Der Centralverband Deutscher Berufsphotographen (CV) hatte eingeladen mit derFrage: "KSK. Was können wir erreichen?" Unter Moderation von Hans Starosta vom CV diskutierten Willy Nordhausen, Bereichsleiter Auskunft und Beratung der KSK, Dr. Jörg Peschner vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Rechtsanwalt Rik Steinheuer vom Bund der Steuerzahler (BdSt) und der Fotograf Ralf Levc.
Anders als die Veranstalter vermutlich gehofft hatten, waren die KSK-Kritiker bei der gut besuchten Podiumsdiskussion in der Unterzahl: Die Reihen waren dem Augenschein nach vor allem mit freien Journalisten und Fotografen gefüllt, darunter Vertreter von DJV, dju in verdi und Freelens. Für die KSK und das BMAS legten Nordhausen und Dr. Peschner dar, dass durch die Novelle von 2007 mehr Beitragsgerechtigkeit entstehe. Von den 28.000 Unternehmen, die angeschrieben würden, sei etwa jedes vierte abgabepflichtig. Vor allem die Umwandlung von festen Stellen in freie Mitarbeiterschaft sei für den Zuwachs an Versicherten - derzeitiger Stand rund 160.000 - verantwortlich, erklärte Nordhausen. Für das BMAS ergänzte Dr. Pescher: "Wir sehen diese Zunahme an Selbstständigen auch kritisch. Aber das schmälert ja nicht den Wert der KSK."
Auf Seiten der KSK-Kritiker gingen in der Diskussion zahlreiche Punkte durcheinander. Moderator Starosta vom CV und der Fotograf Ralf Levc beschwerten sich u.a. über die fehlende Information für kleine Mittelständler und über unklare Berufsbilder. Rechtsanwalt Steinheuer vom BdSt sprach sich dafür aus, dass die Unternehmen die KSK-Abgabe nur dann zahlen müssten, wenn der Beauftragte tatsächlich KSK-Mitglied sei. Ein Ansinnen, das die Wettbewerbssituation für die KSK-Versicherten verschlechtern und bei den Unternehmen zu höheren Abgaben führen würde, wie Dr. Peschner verdeutlichte. Die Frage, warum der BdSt überhaupt Lobbyarbeit für Unternehmen mache,
beantwortete Steinheuer mit der Aussage, der Bund der Steuerzahler fühle sich auch für ungerechte Abgaben zuständig. Genau wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der zu den "Windmachern" in der Kampagne gegen die KSK gehört, muss sich auch der BdSt fragen lassen, wieso er sich das Anliegen gerade der Unternehmen zueigen macht, die über Jahre ihre Pflicht zur Zahlung der KSK-Abgabe entzogen haben. Missachtet werdendabei offensichtlich die Belange der Unternehmen, die die Kosten in dieser
Zeit alleine schultern mussten. Sie dürften sich darüber freuen, wenn der Beitrag auf eine breitere Basis gestellt wird. Kurioses Ende der Diskussion: Für die Berufsfotografen, in deren Namen man gegen die KSK zu sprechen meinte, formulierte Podiumsteilnehmer Levc den Wunsch, dass sie künftig ebenfalls der KSK beitreten könnten.
Mehr Infos hier als PDF.
Corinna Blümel +++
11. Konferenz der Freien in Fulda
Kompetenz plus Organisation plus
Strukturierung des Einkommens
16.09.2008 FULDA. Von einer Analyse des Marktes und der beruflichen Bewegung auf eben diesem, über die Notwendigkeit, sich selbst zu organisieren und der (über-) lebensnotwendigen Berechnung dessen, was monatlich an Einkommen erwirtschaftet werden muss bis zur Verwaltung der eigenen Finanzen - ein umfangreiches Spektrum dessen, was bei der 11. Konferenz der Freien in Fulda unter dem Stichwort Betriebswirtschaft verabreicht wurde.
Wissen, was sich in anderen Medien abspielt, sollte nach den Worten von Prof. Dr. Jo Groebel, Leiter des Berliner Digital-Instituts, für Freie selbstverständlich sein, sind sie es doch, die für ihre Dienstleistungen mehr als nur traditionelle Adressaten benötigen. Neu ist das nicht, führte aber als Impulsreferat - gestenreich vorgeführt und von Fachsprache befrachtet - in das ein, worum es bei den Folgebeiträgen ging: sein Know-How betriebswirtschaftlich unterfüttert zu Markte zu tragen. Alleinstellungs-Charakter wird für Schreibe und Fotos gefordert, doch die Amateurisierung des journalistischen Berufes oder die Abwendung jüngerer Generationen von den Printmedien das professionelle Arbeiten erschweren das. Verschwinden würden die Grenzen von Text, Bild, Blog und Video, statt Information sei Nervenkitzel gefragt. Groebels Rat: Professionalisierung und Kompetenzerweiterung.
Sich erfolgreich auf dem Markt bewegen braucht ein Fundament: sich selbst zu organisieren angesichts des eigenen Chaos wie dem von Auftraggebern. Handfeste Tipps dazu lieferte Michael Hirschler, Vorsitzender des DJV Hessen. „Schreiben Sie Ihre langfristigen Ziele auf, finanzielle, persönliche, inhaltliche. Sagen Sie Auftraggebern, was Sie nicht machen. Verfolgen Sie die Medien, von denen Sie Aufträge haben wollen. Lesen Sie Postillen extremer Ausrichtung um Konfliktpotenzial auszuloten und Publikationen anderer Länder, pflegen Sie Spezialwissen.“ Ausbildung der eigenen Qualitätsmarke, durchgestylt bis zu den E-Mails, aktive und passive Akquise, Eintrag in Verzeichnissen, Pools, Agenturen, Netzwerkbildung: „Alles sinnvoll, aber damit beginnt die Geschichte (der Selbstorganisation) erst.“
Sich bei Redaktionen einen Namen machen, Abnehmern Geschäftsbedingungen und Honorarlisten (vom DJV) aushändigen, zu verweisen, dass Zusatzaufträge kostenpflichtig sind. „Eignen Sie sich Technikwissen an, organisieren Sie Ihre Arbeitszeiten, setzen Sie (sich) Fristen, führen Sie einen Wiedervorlage-Kalender, gewinnen Sie den Lebenspartner als persönlichen Assistenten, schauen Sie bei Fragen nach Personal, GbR, GmbH, Ein-Euro-Job unter djv.de/freie nach.
Handfeste Tipps im Folgenden auch bei Wolfgang Kiesel, dessen Stärke es ist, berufliche und finanzielle To Do’s fast schon auf eine makabre Art unterhaltsam nahe zu bringen, ohne zu simplifizieren: Beim Arbeitszimmer ein bisschen was für den privaten Bereich belassen – der Hausratsversicherung wegen. Wissen, dass Dienstwagen über sechs Jahre abgeschrieben werden, dass die Ein-Prozent-Regelung besser ist als Fahrtenbuch zu führen. Dauerhaft unter 1.500 Euro verdienen und für weniger als 1,20 Euro Zeilenhonorar zu schreiben sei nicht profihaft. Mehrwert richtig berechnen, Kosten kalkulieren.

Steuerberater einsparen, rät Kiesel. 20 Minuten Rechenarbeit im Monat würden diesen ersetzen, eigenes Controlling sei unabdingbares Muss. Zu achten sei auf den zeitlichen Eingang der Honorare und den Zeitpunkt von Abbuchungen, sich vertraut machen, wie Mahnen funktioniert. Abgeraten wird von Leasing und Krediten, zugeraten, wie schon zuvor, sich und seine Angebote unverwechselbar und erkennbar zu machen. Letzte Tipps (für diesmal): Bestellte Zeilen vom Honorar her nicht kürzen, die Bezeichnung „frei“ hinter sich zu lassen, zwei Netto-Monatshonorare zurückzulegen, Geld nur mit kurzer Verfügbarkeit anzulegen, Rücklagen fürs Finanzamt bilden (ca. zwölf Prozent der Netto-Honorareinnahmen ). Unter www.abgabenrechner.de nachschauen und den Betrag eingeben, den man zu versteuern gedenkt.
(FRIEDBERT WOLTER).
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"Politischer Unfug" - Widerstand und Protest gegen KSK-Abschaffung
09.09.2008 BERLIN. Auf Initiative der Bundesländer Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein wird dem Bundesrat für die Sitzung in der nächsten Woche am 19. September empfohlen, die Künstlersozialversicherung abzuschaffen. An diesem Tag soll dort über einen entsprechenden Antrag abgestimmt werden.
Wie der Deutsche Kulturrat mitteilt (auch nachzulesen in FR-Online http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt= 1591467&em_loc=89), wurde gestern in einer Empfehlung (Bundesratsdrucksache 558/1/08 vom 08.09.2008) zum "Entwurf des Dritten Gesetzes zum Abbau bürokratischer Hemmnisse insbesondere der mittelständischen Wirtschaft (Drittes Mittelstandsentlastungsgesetz)" (Bundesratsdrucksache 558/08) vom federführenden Wirtschaftsausschuss, dem Ausschuss für Frauen und Jugend,dem Ausschuss für Innere Angelegenheiten sowie dem Finanzausschuss des Bundesrates mit den Stimmen der genannten Länder beschlossen: "Der Bundesrat fordert, dass die Künstlersozialversicherung abgeschafft oder zumindest unternehmerfreundlich reformiert wird."
Gegen die Empfehlung haben sich folgende Länder gewandt: Hamburg,Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen. Enthalten haben sich: Bayern, Berlin und das Saarland.
Die Bundesregierung selbst steht bisher geschlossen hinter der Künstlersozialversicherung. Allerdings steht zu befürchten, dass anhaltender Druck aus dem Bundesrat hier bei Teilen der Regierung für ein Überdenken ihrer Positionen sorgen könnte. Fakt ist, dass hinter dieser Initiative die Kritik des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) steht, dessen Akteure seit Monaten den politischen Raum gegen die Künstlersozialversicherung und die damit einhergehende Verpflichtung zur Leistung der Künstlersozialabgabe zu mobilisieren versuchen. Die Kosten der Künstlersozialversicherung werden zu 30 Prozent durch die Verwerter finanziert, die - wie bei jeder Abgabe - im Falle der Nichtzahlung zu Nachzahlungen verpflichtet sind. Die seit Jahresanfang stattfindende Zuständigkeitsverlagerung der Betriebsprüfungen auf die Deutsche Rentenversicherung hat viele säumige Zahler dazu bewegt, bei ihren Wirtschaftsverbänden politische Initiativen gegen die Abgabenzahlungen einzufordern. Diese haben sie mit dem Bundesratstermin am 19. September nunmehr auch bekommen.
Insofern ist es nach Meinung des Deutschen Journalistenverbandes notwendig, sich bei den in den genannten Bundesländern politisch Verantwortlichen für eine Rücknahme ihrer Initiative einzusetzen. Der DJV hat mit einer Pressemitteilung gegen diese Initiative protestiert. Wörtlich heißt es darin: "Die Künstlersozialkasse muss erhalten bleiben. Sie ist unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Absicherung von freien Journalistinnen und Journalisten. Das Ende der Künstlersozialkasse wäre das Aus für den freien Journalismus in Deutschland", warnte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Nur die soziale Absicherung, für die die Medien und die Freien Beiträge an die KSK zahlten, ermögliche es Journalisten, als Freie zu arbeiten. "Es gibt überhaupt keinen nachvollziehbaren Grund für diesen politischen Unfug. Die Bundesländer wären gut beraten, den Antrag auf Abschaffung der KSK schnellst möglich von der Tagesordnung zu nehmen."
Darüber hinaus empfiehlt der DJV-Bundesvorstand seinen Mitgliedern in den oben genannten Bundesländern (die die KSK abschaffen wollen), gegenüber den politisch Verantwortlichen in ihrem Bundesland zu protestieren und die jeweiligen Oppositionsparteien zur Beantragung einer Sondersitzung ihrer Länderparlamente bzw. einer entsprechenden parlamentarischen Diskussion zu diesem Thema aufzufordern.
Hier die Mailadressen der Landesregierungen:
poststelle@stk.hessen.de
poststelle@stk.niedersachsen.de
poststelle@stm.bwl.de
info@sk.bremen.de
landesregierung@schleswig-holstein.de
poststelle@stk.brandenburg.de
staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
Verleger bald „Verbindung ohne Bedeutung“?
Neue OT-Mitglieder
05.09.2008 WIESBADEN. Der Verband Hessischer Zeitungsverleger (VHZV) gerät immer mehr in die Gefahr, sich zur „Verbindung ohne Bedeutung“ (VOB) zu entwickeln. Der Grund: jetzt hat er nur noch 39 Mitglieder – und die OT- Mitglieder (also ohne Tarifbindung) nimmt ständig zu. Was bisher den wenigsten bekannt war: seit Mai 2008 gilt das in Hessen auch für die „Oberhessische Presse“ und die „Waldecksche Landeszeitung“, die wie die „Frankenberger Zeitung“ und „Gelnhäuser Neue Presse“ zur Madsack-Verlagsgesellschaft gehören. Und offenbar ist es das Ziel, künftig ganz ohne gelernte und veranwortungsbewußte Journalisten „Zeitung zu machen“, denn: seit 3. September erscheint mittwochs und samstags der neueste Coup: eine kostenlose und mit so genannten „Bürger-Reportern“ hergestellte „Gießener Zeitung“.

„Die hessischen Zeitungsverleger sind bald kein Tarifpartner mehr für uns“, betonte DJV-Hessen-Vorsitzender Hans Ulrich Heuser. Dass „nach einem halben Dutzend Verlagen“ jetzt die hessischen Tageszeitungen der Madsack-Gruppe ihre Voll- Mitgliedschaft zugunsten einer OT-Mitgliedschaft aufgaben und sie für ihre neue „Gießener Zeitung“ Bürger als Journalisten nutzt, „ist ein weiterer Tiefschlag für den Journalismus in Hessen“. Heuser betont: „Die Situation ist alarmierend und besorgniserregend.“
Der Verband Hessischer Zeitungsverleger (VHZV) verliert immer mehr Vollmitglieder und der DJV damit seinen Verhandlungspartner. VHZV-Geschäftsführer Dirk Glock lässt sich dazu im Moment keine Stellungnahme entlocken. Er ist trotz mehrfacher Anfragen für die online-Redaktion und die „blickpunkt“-Redaktion des DJV Hessen nicht zu sprechen. Verschärft wird die Situation durch die Methoden der Verleger, die Tarifbindung zu umgehen und Personalkosten einzusparen. Das Spektrum reicht vom Outsourcen der Redakteure in tarifungebundene Gesellschaften über den dank Arbeitnehmerüberlassunggesetz legalen Leiharbeiter-Einsatz und die Anstellung der Volontäre über Journalistenschulen bis zum Austritt aus dem Verlegerverband oder den Rückzug in eine OT-Mitgliedschaft. Der Blick über die hessischen Landesgrenzen nach Sachsen-Anhalt und Thüringen macht deutlich, dass es dort „tariflose Zonen“ ohne einen Verlegerverband gibt. In Sachsen hat er noch drei Mitglieder, eines davon ohne Tarifbindung.
Der hessische Verlegerverband ermöglichte per Satzungsänderung deshalb so genannte „OT-Mitgliedschaften“, weil laut Vorsitzendem Dr. Wolfgang Maaß (Gießen) „einige unserer Mitglieder mit diesen Tarifen nicht mehr leben können und wollen“. Dirk Ippen, Verleger der „Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen“, reduzierte prompt zum 1. Januar auf OT und folgte damit einem bundesweiten Trend. Weitere Zeitungen mit OT-Mitgliedschaften ihrer Verlage sind in Hessen auch die „Fuldaer Zeitung“, der „Hanauer Anzeiger“ und die „Offenbach Post“. Und bundesweit lässt sich diese Liste noch unendlich fortsetzen. Gegen diese Konstruktion, die Tarifpartnerschaft einseitig aushebeln, laufen mit ver.di-Hilfen mehrere Klagen.
Das vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung jährlich erhobene IAB-Betriebspanel bestätigt seit 1996 eine rückläufige Tendenz der Tarifbindung. Es beziffert die durch Tarifverträge erfassten Beschäftigten in 2006 auf nur noch 65 Prozent in den alten und 54 Prozent in den neuen Bundesländern.
Hans-Ulrich Heuser prangerte bereits in seiner Grundsatzrede auf dem 60. Verbandstag des DJV Hessen Mitte 2007 in scharfer Form den „unerträglichen Zustand und sozialpolitischen Skandal“ in den Redaktionen an, speziell auch denen der Madsack-Gruppe. Sie betrieben einen „sozialpolitischen Kahlschlag, um den Billigjournalismus in Hessen einzuführen“. Heuser ist sich sicher, dass die Verleger damit „einen absoluten Irrweg“ beschreiten. „Denn in anderen Bundesländern melden sich mittlerweile viele zurück, die ihr eigenes Süppchen kochen wollten.“ Soziale Standards auszuhöhlen und Arbeitsgesetze zu missbrauchen, mindere die Qualität.
Dem widerspricht Geschäftsführer Steffen Schindler von der zu 100 Prozent von Madsack gehaltenen „Waldeckschen Landeszeitung“/„Frankenberger Zeitung“ (Korbach) und der „Oberhessischen Presse“ (Marburg), an der Madsack wie an der „Gelnhäuser Neuen Presse“ zu 51 Prozent beteiligt ist: „Betriebsrat und Geschäftsführung vertrauen einander“, betont Schindler. „Wir sind OT-Mitglied geworden, um expandieren zu können.“ Dafür seien VHZV-Tarif-Strukturen „zu träge“.
Schindler gibt ein Beispiel: Die Verbandstarife erfassten die Video- und Onlinejournalisten nicht, „weil bei ihnen die Grenzen zwischen Redakteuren und Technikern verschwimmen“. Mit dem Schritt zum OT würden sogar die „fünf, sechs“ Leihredakteure unter je 30 Beschäftigten in beiden Redaktionen „wieder festangestellt“. Über den Tarif hinaus „wollen wir ihnen bis 2010/11 ein attraktives Modell anbieten, dass die Mitarbeiter am Unternehmen beteiligt“.
Bei „MADSACK“, dem 1949 als Zeitungsverlag wiedergegründeten und heute größten Medienunternehmen Niedersachsens mit vielfältigen Beteiligungen und Tochterfirmen in den Sparten Print, Hörfunk, Film, Fernsehen und Online, betrug die Bilanzsumme 2007 gut 322 Millionen Euro. 2006 beschäftigte sie unter 2675 Mitarbeitern 333 Redakteure. Neben acht Tageszeitungen in Niedersachsen verlegt die Gruppe vier in Hessen. Obwohl in ihrem Verbreitungsgebiet jeweils führend, sank die Tagesauflage bei allen vier Zeitungen in den vergangenen Jahren leicht, aber kontinuierlich. 2007 lagen die Korbacher 100-Prozent-Töchter „Waldecksche Landeszeitung“ und „Frankenberger Zeitung“ bei 19.100 und 6.000 Tagesexmplaren. Auf 29.200 kam die „Oberhessische Presse“ in Marburg und auf 8.100 die erst 1988 gegründete „Gelnhäuser Neue Presse“ im Main-Kinzig-Kreis, an denen Madsack jeweils 51 Prozent hält.
Der Schritt zur OT-Mitgliedschaft sei „intern nicht kommuniziert“ worden. Mehr möchten die Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen der Madsack-Zeitungen gegenüber recherchierenden Journalisten auf Nachfrage dazu nicht sagen. Die Gehaltstarifverhandlungen für die Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen werden immer schwieriger. DJV und ver.di setzten am gestrigen 4. September in Frankfurt die Gehaltstarifverhandlungen mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger fort. Sie endete – wie schon die erste Tarifrunde am 25. Juli in Düsseldorf – „ohne greifbares Ergebnis“. (siehe EXTRA-Bericht).
Christine Dressler +++
DJV begrüßt besseren Schutz des geistigen Eigentums
28.08.2008 BERLIN.
Der Deutsche Journalisten-Verband begrüßt, dass Journalistinnen und Journalisten einfacher zu ihrem Recht kommen, wenn das Gesetz zur Verbesserung der Durchsetzung geistigen Eigentums am 1. September in Kraft tritt. Bei Streitigkeiten über die Nutzung geistigen Eigentums wird die Position der Urheber gestärkt, die Auskunftspflicht bei Verletzung des Urheberrechts verbessert. "Wir gehen davon aus, dass Verstöße gegen das Urheberrecht etwa bei Texten und Fotos nun häufiger geahndet werden", freute sich DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken.
Konken bedauerte jedoch, "dass Urheberrechtsverletzer nur den einfachen Preis zahlen. Wünschenswert wäre gewesen, dass sie doppelten Schadenersatz leisten müssen." Dafür hatte der DJV während des Gesetzgebungsverfahrens gemeinsam mit der Initiative Urheberrecht plädiert. Insgesamt sei das Gesetz der Schritt in die richtige Richtung, sagte Konken.
Mit dem neuen Gesetz wird die EU-Richtlinie 2004/48/EG zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums in nationales Recht umgesetzt, in der davon die Rede ist, dass "mindestens" der einfache Preis zu zahlen sei. +++
„Spezialisierung und Sprachen bringen uns Jobs“
Wort- und Bildjournalisten aus drei Landesverbänden zum DJV-Bildportal
24.05.08 FULDA.
Fast schon provozierend hielt Bernd Lammel, freier Bildjournalist und Redakteur aus Berlin, bei einer Veranstaltung der DJV-Landesverbände Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen in Fulda, die örtliche Zeitung mit ihrem Innenteil den insgesamt rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Augen, als er darauf hinwies, dass das inliegende Bild-Journal nicht in Fulda, sondern in Berlin produziert werde. Der Referent wollte gleich zu Beginn der Veranstaltung die Kolleginnen undn Kollegen darauf hinweisen, dass die Bildjournalistinnen und -journalisten sich auf einen steten Wandel in ihrem Beruf einstellen müssen. Diesem Wandel gelte es sich zu stellen; denn jeder werde in dieser Branche mit der Frage konfrontiert, ob er untergehen oder markttransparent agieren wolle.
Die gute alte Zeit ist vorbei, rüttelte Bernd Lammel die Anwesenden mehrmals auf. Er führte den Kolleginnen und Kollegen den Stand im Bildjournalismus ein ums andere Mal hart vor Augen. Bewähren müsse sich jeder an jedem Tag: "Wir haben teilweise eine schlechte Ausbildung, haben keine Verkammerung und eine mangelhafte berufspolitische Repräsentanz".
In der Flut der Bildmengen ersticken
Lammel wies auf die geänderten Sehgewohnheiten im Zeitalter des Fernsehens hin. Das Fernsehen habe dem Bildjournalimus die Reportagen komplett abgenommen. Das Merkmal, dass Bildjournalistinnen und Bildjournalisten alleine für die optische Ausgestaltung da seien, sei lange vorbei. Die Medien erstickten in einer Bilderflut - und der Zuschauer sei durch andere mediale Entwicklungen geprägt. Bei so genannnten großen Medien bedeuteten die Bildjournalistin und der Bildjournalist "nur noch Lieferant". Den "echten Pressefotografen" gibt es nach Lammel nur noch in relativ vertrauten kleinen überschaubaren Gebieten. Ansonst werde mit Technik und Mobilitätsanspruch gnadenlos "outgesourct". Und die Branche, da redete Lammel den Anwesenden ins Gewissen, habe viel zu sehr und zu lange über Technik diskutiert als sich über ihr eigentliches Metier zu unterhalten.
Fotografische Bilder weisen nach Lammel auf die wahrhaftige Begebenheit hin. "Durch Wahrhaftigkeit wieder ins Geschäft kommen", ermunterte er die Kolleginnen und Kollegen. Es gelte, wieder im Bild glaubwürdig zu werden, zu zeigen, dass mit dem Bild Professionalität mit Qualität verknüpft ist. Für den Profi Lammel ist der Freiberufler in diesem Genre täglich gefragt. "Die Spezialisierung ist unser Rettungsring". Und, da ist er sich sicher, man brauche eine "journalistische Nase", um zu erkennen, dass in gegebenen Situationen der Profi gefragt sei und zupacke, wenn es gelte, seine Professionalität zu zeigen.
Spannend war es, als er fast schon neue Berufsfelder aufzeigte. Für den Bildjournalisten und Redakteur Lammel ist es ganz selbstverständlich, dass Angebote auf der eigenen Homepage zweisprachig präsentiert würden und der Einzelne sollte auch "presse- und interviewfest" sein. Das Briefing eines Bildredaktion in englischer Sprache ist für Lammel ganz normal. "Wir müssen aus dem Schneckenhaus heraus", rief er den Kolleginnen und Kollegen zu. "Spezialisierung und Sprachen bringen uns Jobs", ist sich der Referent sicher.
DJV-Bildportal kann sich sehen lassen
Das DJV-Bildportal kann sich nach zwei Jahren Arbeit sehen lassen. Darüber waren sich die Teilnehmer einig, nachdem Thomas Schumann (München) als Bildjournalist und Inhaber einer Agentur Zahlen und Fakten den Anwesenden präsentierte. Da wurde aus der Kollegenschar auch angeregt, die so genannten kleinen Anbieter im DJV-Bildportal zu bündeln, um in den Wettbewerb zu anderen Agenturen treten zu können. Man brauche sich mit der Qualität, die im DJV-Bildportal angeboten werde, nicht zu verstecken. "Es gibt kein günstigeres als das DJV-Bildportal". Lammel machte noch einmal darauf aufmerksam, dass für Kolleginnen und Kollegen nicht die Beherrschung der Software das Wichtigste sei, sondern die richtige Bildauswahl. Das DJV-Bildportal - da ist sich auch Thomas Raupach, Medienberater aus Hamburg, sicher, für "journalistische Qualität". (Silvester Hertel).
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