Landesverband Hessen e.V. des Deutschen Journalisten-Verbandes

 
 

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DJV legt bei Betriebsratswahlen deutlich zu

28.07.2010 BERLIN.    Der Deutsche Journalisten-Verband hat seinen Anteil in den Betriebsräten der Medienunternehmen deutlich verbessert. Das ergab die Auswertung der Betriebsratswahlergebnisse vom März dieses Jahres nach der inzwischen erfolgten Konstituierung der Arbeitnehmervertretungen. 662 DJV-Mitglieder nehmen jetzt als Betriebsräte die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen in den Verlagen, Sendern und Agenturen wahr. Das sind 13,7 Prozent mehr als vor vier Jahren. "Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis für den DJV", kommentierte der stellvertretende Bundesvorsitzende Michael Anger. "Den Nutzen haben die Beschäftigten in den Medienunternehmen, denn unsere Betriebsräte werden ihre Interessen weiterhin mit Engagement und Kompetenz vertreten." Wo immer der DJV als Journalistenorganisation und Gewerkschaft den Betriebsräten Hilfestellung bieten könne, tue er das rasch und zielgerichtet.

Unter anderem liegt die Zahl der DJV-Betriebsräte bei den Tageszeitungen bei 366 (+13,3 Prozent), bei den Zeitschriften bei 79 (+14,5 Prozent), bei den Agenturen bei 45 (+36,4 Prozent). Im privaten Rundfunk betrug die Steigerung für den DJV knapp 19 Prozent auf 69 Kolleginnen und Kollegen. In Online-Unternehmen engagieren sich 17 DJV-Mitglieder als Betriebsräte gegenüber 13 nach der letzten Betriebsratswahl.

In allen Medien zusammen liegt die Zahl der erstmals gewählten DJV-Mitglieder bei rund 100. Der DJV hatte vor den Betriebsratswahlen im März umfassend informiert und für die Teilnahme an der Wahl mobilisiert. Anger: "Mit der großen Zustimmung zu den Kandidaten des DJV haben die Journalistinnen und Journalisten in den Redaktionen bestätigt, dass Betriebsräte unerlässlich sind, um die Rechte der Beschäftigten zu sichern." +++

 


DJV gewinnt deutlich an Stimmen hinzu -
Betriebsratswahl im Medienhaus Südhessen


15.03.2010 DARMSTADT.    Der DJV hat bei den Betriebsratswahlen im Medienhaus Südhessen (Darmstadt) am 11. März sein Ergebnis erneut deutlich verbessert. Von 330 abgegebenen Stimmen entfielen 72 auf die Liste des Deutschen Journalisten-Verbands. Dies entspricht einem Anteil von knapp 22 Prozent.

Im neuen Betriebsrat wird der DJV nun erneut zwei Mitglieder stellen. Andreas Härtel und Annette Krämer-Alig werden wie in den vorangegangenen vier Jahren die Mandate für die Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten wahrnehmen. Dabei ist der DJV nach Angaben des Wahlvorstands nur hauchdünn an einem dritten Sitz vorbeigeschrammt. Die Gewerkschaft Verdi stellt künftig acht Betriebsratsmitglieder, ein weiterer Sitz im neuen Gremium ging an einen unabhängigen Kandidaten.

Bei der Wahl im Jahr 2006 hatte der DJV in Darmstadt 62 Stimmen (16 Pozent) erhalten; auch dies war damals ein Erfolg, da es den Kolleginnen und Kollegen gelungen war, die zwei Sitze des DJV in einem von 13 auf elf Sitze verkleinerten Gremium zu verteidigen. (hä)

 


Springer: Mit Falschmeldungen weiter gegen Freie

28.03.2007 BONN.    Seit dem 1. Juli 2002 gilt in Deutschland ein Urhebervertragsrecht, das den Urhebern einen gesetzlichen Anspruch auf eine angemessene Vergütung ihrer Werkleistungen gibt. Das betrifft nicht nur die Honorarhöhe allein, sondern natürlich auch den Umfang der Rechte, die ein Urheber einräumt. Faires Geld pro Nutzungsrecht und –zweck für jeden Beitrag der Freien, das ist der Kerngedanke des Gesetzes. Urheber sollen freilich nicht immer vor die Gerichte ziehen müssen, um ihre Rechte durchzusetzen: Das Gesetz sieht ausdrücklich vor, dass die Vereinigungen der Urheber und der Verwerter gemeinsame Vergütungsregelungen vereinbaren können, womit die Frage der angemessenen Vergütung geklärt wäre.

Daher verhandelt der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) auch schon seit 2003 mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) über solche Vergütungsregelungen. Beiden Verbänden gehört der Axel Springer Verlag (ASV) an. Ungeachtet dieser Verhandlungen will der Verlag offenbar einseitig Fakten schaffen. Er beansprucht für sich Konditionen, die mit fairen Bedingungen für Freie nichts zu tun haben: Seit dem 1. Januar 2007 sollen neue Honorarbedingungen gelten, mit denen die Freien umfangreiche Rechte abgeben sollen, ohne dafür angemessen honoriert zu werden. Wer die Bedingungen ablehnt, muss mit Sanktionen rechnen. So z.B. die Erfahrung eines freien Mitarbeiters, der Bedenken gegen die Bedingungen vorbrachte – Folge: Ablehnung seines Bildmaterials. [mehr]

 

 
     
 

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